Am 11. September kamen die Integrationsbeauftragten der LEADER-Kommunen und weitere Engagierte in der Gustav-Wolf-Galerie in Östringen zusammen, um sich über die Fördermöglichkeiten aus dem LEADER für Integrationsprojekte zu informieren und dabei auch über die Grenzen der Landkreise hinweg zu vernetzen. Dabei wurde deutlich, dass vielfach die gleichen wichtigen Fragen im Bereich der Mobilität im Ländlichen Raum, der Unterbringung und der Unterstützung bei der Qualifizierung von Zugewanderten im Fokus stehen, bevor innovative Ansätze von Integrationsprojekten ausgearbeitet werden können. Allgemein wurde die Möglichkeit des Austausches und Kennenlernens begrüßt und auch die ein oder andere Fachfrage geklärt. Es kamen einige Projektideen auf, für die sich insbesondere ein gebietsübergreifender Ansatz anbietet und zu welchen sich die Teilnehmer nun bilateral abstimmen.

Einladung zum Vernetzungstreffen „Integration“ der LEADER-Aktionsgruppe Kraichgau am Montag, 11.09.2017 um 18 Uhr in Östringen (Gewölbekeller der Gustav-Wolf Galerie, Leiberg III 2, 76684 Östringen).

Die Stärkung der Willkommenskultur und die verbesserte Integration von Neubürgern und Migranten ist ein gemeinsames Ziel zur Gestaltung von Lebendigen Kraichgauorten. Das LEADER Förderprogramm zur Stärkung des Ländlichen Raumes kann hier Unterstützung leisten. Wir laden daher alle interessierten Integrationsakteure aus der Region ein, gemeinsam mit uns auszuloten, welche (Förder-)Projekte entwickelt und durchgeführt werden können. Welche Art von Vorhaben können gefördert werden? Welche Fördersätze können gewährt werden? Wie ist das Antragverfahren aufgebaut? Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der Veranstaltung beantwortet. Weitere Informationen zum Treffen finden Sie auch im Veranstaltungskalender.

Wir bitten bei Interesse um eine Anmeldung bei der LEADER Geschäftsstelle (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 07265/ 9120 – 27), die auch weitere Auskünfte erteilt.

Kürzlich erteilte das Regierungspräsidium Karlsruhe der Stadt Östringen die Förderbewilligung für das LEADER-Vorhaben „Geologische Wanderwege für Östringen und Odenheim“. Am Freitag, den 04. August 2017 erhielt Bürgermeister Felix Geider das Förderschild aus den Händen des stellvertretenden Vorsitzenden des LEADER-Vereins, Angelbachtals Bürgermeister Frank Werner. Das Förderschild macht während der Bauphase auf die finanzielle Unterstützung aus dem Förderprogramm aufmerksam. Damit kann die Stadt Östringen nun in die abschließende Umsetzungsphase eintreten.

Östringen und gerade die Umgebung rund um den Stadtteil Odenheim hat viele geologische Besonderheiten zu bieten, die mit dem GEO-Pfad Schülergruppen, Touristen und Wanderer zugänglich und erlebbar gemacht werden sollen. Die attraktiven geologischen Punkte sind derzeit nur schwer zu finden und weder ausgeschildert, noch besonders erläutert. Ziel ist es, dass sich Besucher, Einheimische und Schulklassen anhand von mehreren Stationen den geologischen Aufbau der Erdoberfläche vergegenwärtigen und dadurch ein besseres Verständnis für die Landschaft und erdgeschichtliche Vergangenheit entwickeln. Schautafeln an verschiedenen Stationen sollen ausführlich die vorhandenen Gegebenheiten erklären und bieten an manchen Stellen beeindruckende Ausblicke in die Landschaft. Die GEO-Pfade sollen Neugierde wecken und Lust machen, einen landschaftlich schönen und geologisch sehr interessanten Teil des Kraichgaus von Grund auf kennen zu lernen.

Das LEADER-Verfahren zur Bewilligung der Fördergelder ist zweistufig. Zunächst beurteilt ein gewähltes Auswahlgremium der Region den Beitrag des Vorhabens zur Entwicklung des Kraichgaus und wählt die besten Förderbewerbungen aus. Diese Hürde hat der GEO-Pfad bereits im letzten Jahr genommen. Im zweiten Schritt müssen umfangreiche Unterlagen bei der Bewilligungsstelle des Landes, hier dem Regierungspräsidium in Karlsruhe, eingereicht werden. Diese prüft, ob die Fördergelder wirtschaftlich und angemessen eingesetzt werden. Erst dann können die Finanzierungshilfen bis zur festgesetzten Höhe freigeben werden. Mit der Fertigstellung ist im nächsten Jahr zu rechnen.

„Lassen Sie uns schon heute anfangen!“, war das Motto, unter dem die erste Sitzung des interkommunalen LEADER-Projekts einberufen wurde. Und so konnten Anfang Juli bereits konkrete Fragen mit Wanderwegeplaner Hans-Georg Sievers besprochen werden, der in den nächsten Monaten die Beschilderungskataster in Angelbachtal, Kraichtal, Kürnbach, Oberderdingen, Sulzfeld, Zaisenhausen und Zuzenhausen erstellen wird.

In der ersten Sitzung der Projekt-Arbeitsgruppe stellte sich Herr Sievers vor, der mit seinem Planungsbüro für Wandertourismus zahlreiche Erfahrungen aus ähnlichen Projekten mitbringt. In seiner Präsentation erläuterte er seine Arbeitsweise und die Systematik, nach der ein Beschilderungskataster erstellt wird. „Unterschieden werden Wegweiser von Markierungszeichen“, verdeutlichte der Planer. Wegweiser beinhalten mindestens eine Zielangabe, inklusive Entfernungsangabe und Piktogrammen, sowie Logos der Wanderwege, die den betreffenden Standort passieren. Markierungszeichen zeigen dem Wanderer an, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet und werden meist an kleinen Abzweigungen verwendet. Im Kraichgau existiert derzeit nur bruchstückweise eine Wanderwegeausweisung, die weitestgehend einzig durch Markierungszeichen sichtbar ist.

„In der Theorie könnte man ein Beschilderungskataster auch anhand eines Wegeplans am Computer erstellen, jedoch geht das in der Praxis nicht auf.“, betont Herr Sievers. Nur vor Ort kann festgestellt werden, wo ein neuer Standort für ein Schild Sinn macht und möglich ist. Denn es kommt immer wieder vor, dass bereits Befestigungspfosten vorhanden sind oder aber neue errichtet werden müssen. Zudem kann es sein, dass aufgrund der Beschaffenheit des Bodens eine Pfostensetzung nicht funktionieren würde, weil beispielsweise das Gelände plötzlich abfällt. Daher ist es unabdingbar, dass ein Wegeplaner alle Strecken kennt und vor Ort für jeden Standort sämtliche Daten erfasst, die für die Umsetzung notwendig sind. Ein gutes Kataster beinhaltet je Standort ein eigenes Katasterblatt, das, neben der genauen geographischen Verortung, auch Fotos des Standortes und genaue Angaben zu den Inhalten der Wegweiser aufführt. „Erst nach Fertigstellung des Beschilderungskatasters können die zuständigen Fachbehörden wie Umwelt-/Naturschutz- und Forstbehörden Einzelstandorte prüfen und freigeben“, weiß Touristikerin Sarah Nobel, die für die Projektträgerin Stadt Kraichtal die Leitung übernommen hat. Ziel ist es, eine durchgängige und gutgemachte Wanderwegebeschilderung zu schaffen, die neben einer Aufwertung der touristischen Infrastruktur auch eine Besucherlenkung im Sinne des nachhaltigen Wandertourismus darstellt. Besucher sollen Einblick in die Natur haben, ohne in diese einzugreifen.

In den sieben LEADER-Projektpartnerkommunen wird nun die essentielle Basis geschaffen und intensiv an der Erstellung der Beschilderungskataster gearbeitet. Für Fragen rund um das LEADER-Projekt „Wanderwege-Kraichgau - Katasterstellung“ wenden Sie sich an die Stadt Kraichtal, Stadtmarketing und Tourismus, Sarah Nobel, Tel.: 07250 77 88, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bei schönstem Sommerwetter trafen sich Interessierte in der KulturScheune von Bettina Hartlieb in Oberöwisheim und arbeiteten an der Idee einer „Kiosklandschaft“ im Kraichgau. Entlang einiger Wander- und Radrouten in der Region wurde Bedarf an Bewirtungsangeboten identifiziert. Gäste haben vielfach Probleme sich am Wochenende bei einem Tages- oder Mehrtagesausflug zu verpflegen, z.B. mit Getränken oder kleineren Snacks oder ein nahes Einkehrangebot zu finden. Hier liegt großes Potential, insbesondere auch für den verstärkten Absatz von Produkten aus der Region.

Der geäußerte Vorschlag, Kioske in den Ortschaften entlang beliebter Wander- und Radrouten einzurichten stand daher auf der Agenda des Arbeitsgruppentreffens und wurde ausführlich diskutiert. Im Raum standen verschiedene Ansätze und Umsetzungsmöglichkeiten. Gemeinsam wurden Vor- und Nachteile erörtert und verschiedene Fragestellungen ausgearbeitet, die einer Klärung bedürfen. Auch wurden gemeinsam Beispiele diskutiert und Erfahrungen aus anderen Regionen geteilt. Insgesamt wurde die Idee im Rahmen des Treffens ein gutes Stück voran gebracht und die Teilnehmer waren sich einig, dass die Verbesserung der Verpflegungsinfrastruktur für Touristen notwendig ist, denn nur zufriedene Gäste kehren gerne wieder in den Kraichgau zurück. Die LEADER-Arbeitsgruppe und die Akteure der Region werden sich dem Thema daher weiter annehmen und dieses Thema intensiv verfolgen.

Die LEADER Arbeitsgruppe „Kulturlandschaft Kraichgau“ beschäftigt sich mit aktuellen Fragestellungen im Bereich des Tourismus und Landschaftserhalt. Gemeinsam sollen verschiedene Lösungsansätze für identifizierte Schwächen in der Region erarbeitet werden. Jeder kann sich dabei mit seinem Wissen, seiner Einschätzung und seinen Ideen einbringen. Auch neue Gesichter sind jederzeit willkommen. Das nächste Treffen wird voraussichtlich im Januar 2018 stattfinden. Das Schwerpunktthema des Treffens, die genaue Zeit und der Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben.

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