Sechster Projektaufruf - Reichen Sie jetzt Ihre Projektbewerbung ein!

vom 02. Oktober bis 08. Januar
um Fördermittel bewerben!

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Es ist wieder soweit: Am Donnerstag, den 29. Juni stellen sich weitere Projekte aus dem Kraichgau dem Urteil des Auswahlausschusses und hoffen sich als LEADER-Förderprojekt zu qualifizieren. Der fünfte Projektaufruf der LEADER Aktionsgruppe Kraichgau lief von März bis Mitte Mai. In diesem Zeitraum gingen bei der LEADER-Geschäftsstelle sechs Bewerbungen um die ausgeschriebene Fördermitteltranche in Höhe von 400.000 Euro ein. Unter den Bewerbungen befinden sich private Vorhaben aus Kraichtal-Gochsheim und Sulzfeld. Mit Eppingen und Eschelbronn haben zwei Kommunen Bewerbungen für gemeinnützige Vorhaben eingereicht. Eine Projektbewerbung hat die verbesserte Wertschöpfung von Streuobst aus dem Kraichgau zum Inhalt. Die Projekte werden nun vom gewählten Auswahlauschuss gesichtet und im Rahmen der Sitzung am Donnerstag, den 29. Juni um 18 Uhr in der Badischen Kelter in Kürnbach bewertet. Dort stellen die Projektträger ihre Vorhaben vor und warten gespannt auf das Ergebnis der Einordnung des Vorhabens auf der Bewertungsskala. So werden die Projekte identifiziert, die sich für eine Förderung qualifizieren und einen offiziellen Förderantrag bei den Landesbehörden stellen dürfen. Die Bilanz bislang: Elf Projekte mit einem Investitionsvolumen von 1,9 Mio. Euro wurden bereits für die Unterstützung mit LEADER-Fördergeldern ausgewählt. Davon sind bislang fünf bewilligt und in der Umsetzung. Die Weiteren befinden sich gerade im Antragsverfahren bei den Bewilligungsbehörden des Landes.

Zuvor findet bereits ab 17 Uhr am gleichen Ort die Mitgliederversammlung des Trägervereins Regionalentwicklung Kraichgau e.V. statt. Dort steht u.a. die turnusgemäße Vorstandswahl auf der Tagesordnung und der Jahresbericht wird verabschiedet. Mitglied kann jeder werden, der sich für die Region interessiert und sich entweder in der Auswahl der Förderprojekte, in der Begleitung des Entwicklungsprozesses oder mit neuen Ideen für die Zukunft einbringen möchte. Der Verein hat sich als Plattform zum Austausch bewährt. Mit einem starken Regionalverein kann einiges bewegt werden - kommen Sie auf uns zu!

Beide Veranstaltungen sind öffentlich und Interessierte sind herzlich dazu eingeladen den LEADER-Prozess in der Region zu begleiten.

Vorgeschlagene Tagesordnung der Mitgliederversammlung am 29.06.2017 um 17 Uhr in der Badischen Kelter in Kürnbach

TOP 1 Begrüßung
TOP 2 Feststellung der Beschlussfähigkeit durch die 1. Vorsitzende Sarina Pfründer
TOP 3 Bekanntgabe neuer Vereinsmitglieder
TOP 4 Vorstellung des Geschäftsberichts 2016
TOP 5 Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes
TOP 6 Vorstellung und Beschluss Wirtschaftsplan 2018
TOP 7 Wahlen der Vereinsgremien
a) Vorstand
b) Kassenprüfer
c) Neumitglied Auswahlausschuss
TOP 8 Neues aus der LEADER Geschäftsstelle
TOP 9 Verschiedenes
TOP 10 Termine

 

Vorgeschlagene Tagesordnung der Sitzung des Auswahlausschusses am 29.06.2017 um 18 Uhr in der Badischen Kelter in Kürnbach

TOP 1 Begrüßung
TOP 2 Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und Beschlussfähigkeit
TOP 3 Beratung und Beschlussfassung der vorliegenden sechs Projektanträge
TOP 4 Beschluss über Datum, Umfang und Ausstattung des 6. Projektaufrufes
TOP 5 Änderung der Projektauswahlkriterien
TOP 6 Verschiedenes

 

Die LEADER- Arbeitsgruppe „Kulturlandschaft Kraichgau“ trifft sich wieder zur Weiterentwicklung und Verwirklichung von Projektideen! Das Treffen findet statt am Montag, den 26.06.2017 um 18 Uhr in Kraichtal-Oberöwisheim (KulturScheune, Bachstr. 30, 76703 Kraichtal). Als Thema möchten wir dieses Mal gerne die Projektidee „Kiosklandschaft Kraichgau“ in den Fokus stellen. Wir beschäftigen uns mit dem Ziel, Wanderern und Radfahrer die Möglichkeit zu bieten, sich bei ihren Pausen mit regionalen Produkten zu versorgen, so dass auch unsere heimischen Erzeuger vom Tagestourismus profitieren können. Gemeinsam soll überlegt werden, wie und ob diese Idee umgesetzt werden kann und welche Ansätze und Herausforderungen die Realisierung diese Idee birgt. Wir bitten um eine Anmeldung mit einer E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir freuen uns über jeden der sich einbringt!

Die Arbeitsgruppen sind Teil des LEADER –Prozesses und ein wesentliches Merkmal des „bottom up“ Prinzips, mit dem die Region gemeinsam gestaltet werden soll. In den Arbeitsgruppen sollen sich Experten und Interessierte zu den jeweiligen Themen aus Kommunen, Vereinen und Verbänden und der privaten Akteure finden und austauschen. Es können alle mitarbeiten, die Interesse an der jeweiligen Thematik haben und sich aktiv einbringen möchten. Wir möchten Sie herzlich einladen, diesen Austausch aktiv zu begleiten.

Was machen andere Regionen mit den LEADER-Geldern und wie können wir davon lernen?

Wissbegierig machte sich eine Busladung voller interessierter Kraichgauerinnen und Kraichgauer Mitte Mai auf, um in der LEADER-Region „LIMES“* Antworten auf diese Fragen zu finden. Vor Ort erhielt die Kraichgau-Delegation Einblicke in die Planungsschritte und Vorgehensweisen der dortigen Projektträger. Diese plauderten auch gern aus dem Nähkästchen über die bürokratischen Herausforderungen, betonten aber allesamt, dass die LEADER-Förderung ein wichtiger Finanzierungsbaustein ist und viele der Vorhaben ohne das Förderprogramm wahrscheinlich nicht umgesetzt werden würden.

Die besichtigten Projekte boten vielfältige Anknüpfungspunkte zur Übertragung in den Kraichgau. Zum einen standen touristische Projekte wie die LIMES-Blicke oder die Haller Landhege im Fokus. Beides interkommunale Vorhaben zu historischen Besonderheiten, die mit touristischen Aussichts- und Erlebnispunkten in der Natur die Region und die Kommune aufwerten und ganz nebenbei auch noch die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden gestärkt haben. Oder ein altes Forsthaus, was zu einem Biergarten und Ferienwohnungen umgebaut wurde und nicht nur aus Erzählungen des Inhabers deutlich wurde, mit welcher Passion dieser sein Projekt umsetzt. Auch wurde der Sportverein SSV Geißelhardt besucht. Dieser baut derzeit ein Dorfgemeinschaftshaus, das vor allem den Sportlern des Ortes eine Anlaufstelle für das „Miteinander“ geben soll und zugleich durch die vielen eingebrachten Eigenleistungen der Dorfbewohner ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl entstanden ist.

Die Exkursion machte deutlich, wie vielfältig LEADER-Projekte sein können und das es begeisterter Akteure bedarf, damit im Ort etwas bewegt wird. Die LEADER-Gelder können diesen Enthusiasmus unterstützen und ihren Teil zur Umsetzung beitragen. Mit diesen inspirierenden Eindrücken kehrte die Kraichgauer Delegation wieder zurück und noch im Bus wurden die ersten Gedanken für Vorhaben im Land der Hügel ausgetauscht.

*Die LIMES-Region war eine Förderkulisse in der vorangegangenen Förderperiode und kann daher auf zahlreiche, bereits umgesetzte Projekte zurückblicken.

  • Teilnehmer genießen die Aussicht in Öhringen-CappelTeilnehmer genießen die Aussicht in Öhringen-Cappel
  • Gemeinsames Mittagessen im Biergarten MönchsbergGemeinsames Mittagessen im Biergarten Mönchsberg
  • Spannende Zeitreise in MainhardtSpannende Zeitreise in Mainhardt
  • Die Kraichgauer DelegationDie Kraichgauer Delegation

Zuletzt hörte man wenig vom LEADER-Wanderwege-Projekt der sieben Kraichgau-Kommunen Angelbachtal, Kraichtal, Kürnbach, Oberderdingen, Sulzfeld, Zaisenhausen und Zuzenhausen. Meldungen über die Fördermittelzusage von Landesmitteln für die Rundwanderwege des regionalen Tourismusvereins (Kraichgau-Stromberg-Tourismus e. V.) und des „Wanderdreiklangs“ im Naturpark-Stromberg-Heuchelberg waren erst kürzlich in der Presse. Nun, nach der ersten Zusage durch den LEADER-Kraichgau-Auswahlausschuss am 21. Juli 2016 und einem dreiviertel Jahr Vorbereitung, mit einer Fülle von zu bewältigenden formellen Herausforderungen, ist es offiziell: Auch die restlichen Wanderwege in den beteiligten sieben Kommunen können mit Fördergeldern realisiert werden. Denn die LEADER-Fördermittelzusage ist auch von behördlicher Seite erteilt worden. Bestandteil dieses LEADER-Projekts ist, dass nun alle Wanderwege auf den betreffenden Gemarkungsflächen, die nicht in die Planungen des Tourismusvereins eingeschlossen wurden (dies betrifft etwa 200 Kilometer Wanderwege), für die spätere einheitliche Beschilderung in einem sogenannten „Kataster“ erfasst werden. Konkret bedeutet dies, dass anhand einer detaillierten kartographischen Planung alle künftigen Schilderstandorte festgelegt werden. Diese Planungsmaßnahme dient der Vorbereitung für ein zweites LEADER-Projekt, in dem anschließend Fördergelder für die Umsetzungskosten beantragt werden sollen. Für das erste LEADER-Projekt hat die Stadt Kraichtal die Trägerschaft übernommen. „Nur mit einer genauen Zahl, wie viel Material wir tatsächlich brauchen, können wir den LEADER-Förderantrag für die Umsetzungskosten stellen. Denn eine reine Schätzung der Umsetzungskosten ist laut LEADER-Vorgaben nicht möglich,“ weiß Sarah Nobel, Touristikerin der Stadt Kraichtal. Erst mit Abschluss des ersten Projekts „Katastererstellung“ kann also das zweite Projekt „Umsetzung“ beantragt werden. Bis die Wanderwegebeschilderung draußen zu sehen ist, wird noch einige Zeit vergehen. „Das LEADER-Verfahren ist zwar höchst komplex und langwierig, aber ein wichtiges Instrument der langfristigen Entwicklung von ländlichen Regionen,“ führt die Touristikerin aus. „Die Wanderwege-Infrastruktur stellt im Kraichgau gewissermaßen die Basis dar, auf der die gesamte touristische Entwicklung fußt. Denn die Region ist ein Top-Naherholungsziel für die umliegenden Ballungsgebiete, gerade als Wanderdestination. Um sich jedoch als Wanderziel etablieren zu können, ist es essentiell, eine gute Wanderwegebeschilderung bereit zu stellen,“ betont Sarah Nobel. Diesem Ziel nähert sich das schöne Hügelland zwischen Heilbronn, Metropolregion Rhein-Neckar und Karlsruhe zunehmend. Mit vereinten Kräften arbeitet man sowohl im Büro des Kraichgau-Stromberg-Tourismusvereins in Bretten als auch im Kraichtaler Rathaus daran, die bruchstückhafte Wanderwegebeschilderung zu verbessern.

Es ist bekannt, dass touristische Maßnahmen in kommunalen Verwaltungen häufig als „Kür“ betrachtet und nur sehr begrenzt Mittel zur Finanzierung dieser Maßnahmen bereitgestellt werden. Rückläufige Umsatzzahlen in den landwirtschaftlichen Betrieben und zunehmende Abwanderung der jungen Bevölkerung in Metropolen, zeigen, dass der Tourismus langfristig für die Gesamtentwicklung einer ländlichen Region eine wichtige Chance darstellt. Dies haben Land und EU erkannt und Förderprogramme wie das Landesprogramm „Tourismus-Infrastruktur-Förderung“ oder das EU-Programm LEADER bereitgestellt, um die Kommunen, die bereits durch kurz- und mittelfristige Themen ausgelastet sind, hier zumindest finanziell zu entlasten. „Wir gehen davon aus, dass mit einer guten Wanderwegebeschilderung und einem findigen Marketingkonzept immer mehr Erholungssuchende in unsere wunderschöne Landschaft kommen, die wirtschaftlichen Wachstum mit sich bringen,“ resümiert die studierte Touristikerin. „Der touristische Gast kauft gerne regionale Produkte, isst gerne lokale Spezialitäten, besichtigt historische Bauten und nimmt klassische Angebote wie geführte Wanderungen oder Events mit regional-kultureller Aufmachung wahr. In zunehmend abstrakter werdenden, hochtechnisierten Lebensbedingungen, suchen Menschen gerade in ihrer Freizeit nach Entschleunigung, Rückkehr zur Natur und „echten“ Erfahrungen. Bei einer Weinwanderung etwas über Weinanbau zu erfahren, an Erdbeerfeldern vorbei zu flanieren und den Duft der reifen Erdbeeren zu riechen und danach im Hofcafé einzukehren, das sind Erlebnisse, die heute touristisch immer mehr nachgefragt werden.“ Dass dabei der ein oder andere Euro in der Destination bleibt, ist das pragmatische Ziel der kommunalen Tourismusarbeit. Dort, wo sich Gäste wohl fühlen, fühlen sich auch Bürger wohl – das ist das ideelle Ziel. Wer lebt nicht gerne dort, wo andere Urlaub machen ...!

Tourismusentwicklung lebt nicht nur von „harten“ Fakten, wie der Qualität der Infrastruktur, sondern auch von Gastfreundschaft und qualitativen touristischen Angeboten. Die Stadtverwaltungen und der Tourismusverein Kraichgau-Stromberg übernehmen eine wichtige Funktion als Netzwerk. Die Stadt Kraichtal zum Beispiel bietet für Kraichtaler, die in Kraichtal ihr touristisches Angebot verbessern möchten oder touristische Kooperationen suchen, im Rathaus in Münzesheim eine fachliche Beratungsstelle an. Bei Interesse wenden Sie sich an: Sarah Nobel, Stadt Kraichtal, Rathausstr. 30, 76703 Kraichtal, 07250 - 77 88, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Kontaktdaten des Kraichgau-Stromberg Tourismus sind auf der Internetseite des Vereins eingestellt.

Am 09. Mai 2017, wurde die nächste Etappe für den Ausbau des Sandsteinpfades in Mühlbach genommen. Gemeinsam mit dem Heimat- und Verkehrsverein Mühlbach und den Sandsteinbetrieben soll an zentraler Stelle ein Lehrpfad eingerichtet werden, der sich mit dem vielfältigen Thema "Sandstein" - vom Fels zur Kunst" auseinandersetzt und anschaulich präsentiert, in welcher vielfältigen Weise der Sandstein zum Einsatz kam und kommt. Dieser Pfad ergänzt das bereits eingerichtete Steinhauermuseum, wo auch der bereits bestehende Teil des Sandsteinpfades beginnt. Im Rahmen der Europawoche konnte unsere Vereinsvorsitzende Sarina Pfründer am künftigen Standort unweit der Kronenstraße ein offizielles Förderschild an den Baubürgermeister der Stadt Eppingen, Peter Thalmann, übergeben. Anwesend waren auch der Mühlbacher Ortsvorsteher Frieder Fundis, sein Stellvertreter Theo Antritter sowie Vertreter des Heimat- und Verkehrsvereins. Das Vorhaben wurde durch den LEADER Auswahlausschuss der Region Kraichgau im Juli letzten Jahres ausgewählt, welcher damit die Bedeutung des Vorhabens für die regionale Entwicklung würdigte. Vorangegangen waren jahrelange Planungen. Das zweistufige Antragsverfahren im LEADER-Förderprogramm sieht danach die formelle Antragstellung beim zuständigen Regierungspräsidium Karlsruhe vor. Dieses hat die Prüfung kürzlich abgeschlossen und den Zuwendungsbescheid überstellt. Damit könnte nun mit dem Bau des Vorhabens begonnen werden.

Baubürgermeister Peter Thalmann betonte sowohl die Innen- als auch die Außenwirkung des Vorhabens. „Als Sandsteinort hat Mühlbach große Bedeutung im historischen und kulturellen Kontext Eppingens. Da bereits das Steinhauermuseum hier von touristischer Seite stark nachgefragt wird, bildet der Sandsteinpfad eine ideale Ergänzung.“ In der Innenwirkung kann mit dem angelegten Pfad ein wichtiger Beitrag zur Wegeinfrastruktur geleistet werden, für einen sicheren Weg durch die grüne Lunge des Dorfes abseits der Hauptstraße. Der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins, Manfred Holz, bedankte sich auch bei den örtlichen Steinmetzen, die einen nicht unerhebliche Eigenleistungen für die Exponate einbringen. Flankiert mit Hinweistafeln und Erklärungsschildern sowie einem Sandsteinbrunnen, soll dadurch der Sandstein noch mehr in den Fokus von Bauherren rücken und als heimischer Werkstoff präsentiert werden. Die Stadt erhält einen Zuschuss von maximal 120.000 Euro an Mitteln aus dem LEADER-Programm, was 60% der Ausgaben entspricht. Den Eigenanteil trägt die Stadt Eppingen.

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