Mit der Exkursion Mitte Februar wurde Aktiven aus dem Kraichgau ein Blick über den Tellerrand ermöglicht und zugleich auch einen Austausch mit einem sehr engagierten Akteurskreis in Baden-Württemberg angeregt. Über 20 Interessierte machten sich auf den Weg nach Mössingen im Landkreis Tübingen. Dort hat das Netzwerk Streuobst Mössingen in den vergangenen Jahren viele Ideen im Zusammenhang mit dem Erhalt und der Pflege umgesetzt. Begrüßt wurde die Gruppe aus dem Kraichgau von Oberbürgermeister Michael Bulander, der den Stellenwert der Streuobst-Aktivitäten des Netzwerkes herausstellte und die Anstrengungen und die Unterstützung der Kommune vorstellte. Anschließend stellten Aktive des Netzwerkes eine Vielzahl von Aktionen und Projekten vor: Vom Mössinger Apfelfest und der Apfelwoche über das Biomasse-Projekt „Energiebündel & Flowerpower“ bis hin zu den jungen Webplattformen myStueckle und myBäumle. Dabei kam auch der persönliche Austausch nicht zu kurz. Am Nachmittag besichtigte man den eingerichteten Streuobst-Panoramapfad, einen Wander-Lehrpfad an dem auch viele der Allmandteile liegen, die eine Rolle bei den vorgestellten Vorhaben spielen. Zum Abschluss des Tages wurden die Teilnehmer bei dem schmackhaften Birnensecco „Roter Mössinger“ in die derzeit leerstehende PAUSA-Kantine empfangen. Dort soll in wenigen Monaten ein Streuobst-Café, das Hauptinformationszentrum des Streuobstparadieses und eine Streuobstwerkstatt mit Geräteverleih entstehen. Die Besucher waren sich einig, dass das Engagement des Netzwerkes vorbildlich ist und die Anzahl und Qualität der umgesetzten Ideen beeindruckend ist. Es konnten viele tolle Anregungen mitgenommen werden und wir würden uns freuen wenn der Austausch auch zukünftig fortgesetzt wird. Eine Gegeneinladung zur Besichtigung des Sulzfelder Streuobsterlebnispfades wurde bereits ausgesprochen. Die Exkursion wurde von der LEADER-Geschäftsstelle organisiert.

Das Mössinger Netzwerk hat über den Besuch aus dem Kraichgau ebenfalls berichtet

  • Begrüßung durch den Oberbürgermeister BulanderBegrüßung durch den Oberbürgermeister Bulander
  •  Die Kraichgauer Delegation Die Kraichgauer Delegation
  • Begehung des Panoramapfad mit fachkundiger FührungBegehung des Panoramapfad mit fachkundiger Führung
  • Besichtigung des leerstehendes PAUSA Gebäudes mit Nutzung als zukünftiges StreuobstcafeBesichtigung des leerstehendes PAUSA Gebäudes mit Nutzung als zukünftiges Streuobstcafe

Am 20. Februar wurden neue LEADER-Förderprojekte ausgewählt, die nun Fördergelder von der EU und des Landes beantragen können. Das Auswahlgremium der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Regionalentwicklung Kraichgau e.V.“ bewertete bei einem Treffen in Oberderdingen die einzelnen Anträge, die auf den vierten Projektaufruf hin bei der LEADER Geschäftsstelle eingegangen waren. Die Auswahl erfolgt nach ihrer strukturellen Wirkung für den Kraichgau nach einem festgelegten Bewertungskatalog. Drei Projekte wurden zur Förderung ausgewählt:

Reit- und Aktionshof Sulzfeld: In der Gemeinde Sulzfeld will eine private Antragstellerin einen Reit- und Aktionshof umsetzen. Das innovative Betriebskonzept sieht u.a. ein Einbezug von benachteiligten Kindern vor und will eine attraktive Freizeiteinrichtung in der Gemeinde etablieren. Das Vorhaben wird durch das Landesprogramm „Innovative Maßnahmen von Frauen im Ländlichen Raum – IMF“ kofinanziert.

Erweiterung und Optimierung des Hohlenpfades Mühlhausen-Tairnbach: Der Themenweg zu Hohlenpfaden besteht bereits seit einigen Jahren in Mühlhausen. Das Vorhaben sieht vor, die Wegeführung für den bestehenden Weg zu optimieren und die Strecke um weitere Wegteile auf insgesamt 12 km zu ergänzen. Zudem soll eine Informationstafel in der Ortsmitte aufgestellt werden und begleitendes Marketingmaterial erstellt werden. Das Vorhaben wird durch das Landesprogramm „Landespflegerichtlinie LPR“ kofinanziert.

Freistellung einer Streuobstwiese in Kraichtal: Eine wertvolle Streuobstwiese in Kraichtal in Privatbesitz ist stark verbuscht. Um die über 100-jährigen Birnbäume zu erhalten und die Landschaft offenzuhalten soll diese Wiese freigestellt werden.  Das Vorhaben wird durch das Landesprogramm „Landespflegerichtlinie LPR“ kofinanziert.

Für diese drei Projekte werden insgesamt 86.506,59 Euro EU Mittel sowie 57.670,46 Euro Landesmittel vorgesehen. Die LEADER-Aktionsgruppe schlägt die Projekte zur Förderung vor und stellt diese insgesamt 144 Tsd. Euro bereit. Als nächsten Schritt werden von den Antragstellern die Bewilligungen beantragt – erst nach dieser formalen Prüfung wird in einzelnen Bewilligungen die Förderung den Antragstellern bereitgestellt.

Der nächste Projektaufruf wird am 01.März 2017 veröffentlicht. Bewerbungsunterlagen können auf unserer Internetseite heruntergeladen werden und bis zum 15. Mai 2017 bei der LEADER Geschäftsstelle eingereicht werden. Es empfiehlt sich, frühzeitig Kontakt mit der LEADER Geschäftsstelle aufzunehmen und eine konkrete Beratung anzufragen.

Das LEADER-Förderprogramm unterstützt Ideen, die unsere Region stärken. Zur finanziellen Unterstützung stehen Fördergelder von der Europäischen Union bereit. Für Vorhaben, die unsere wertvolle Kulturlandschaft pflegen oder Frauen, die sich eine Existenz im ländlichen Raum aufbauen möchten, gibt das Land auch Landesgelder hinzu. Für diese beiden Bereiche steht die Auswahlrunde um LEADER-Fördermittel kurz bevor. Das Auswahlgremium der lokalen LEADER Aktionsgruppe  „Regionalentwicklung Kraichgau e.V.“ trifft sich zu seiner Sitzung am Montag, 20. Februar, um 18 Uhr im Forum Oberderdingen (Heinfelser Platz 1, 75038 Oberderdingen).

Interessierte hatten die Möglichkeit bis Ende Januar ihre Projekte einzureichen. Diese Ideen werden dem Gremium und der Öffentlichkeit vorgestellt und im Rahmen der Sitzung nach einem transparenten und festgelegten Punktekatalog bewertet. So wird entschieden, welche Projekte zum Zuge kommen und mit EU-Geldern unterstützt werden. Das Auswahlgremium besteht aus 32 gewählten Vertretern der Region aus Verwaltung, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden sowie Sozial- und Umweltpartnern.

Die Bewerbungsrunde für die nächste Tranche der Fördermittel folgt bereits im Frühjahr. Über die genauen Modalitäten entscheidet das Auswahlgremium ebenfalls in der Sitzung. Interessierte können jederzeit, auch unabhängig von einem Projektaufruf, mit der LEADER-Geschäftsstelle Kontakt aufnehmen und sich über die Fördermöglichkeiten beraten lassen.

 

Tagesordnung:
TOP 1 Begrüßung durch Vorsitzende und Gemeinde Oberderdingen
TOP 2 Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und Beschlussfähigkeit
TOP 3 Kurzer Bericht über Aktuelles aus der LEADER-Region & vom Förderprogramm
TOP 4 Beratung und Beschlussfassung der vorliegenden Projektanträge
TOP 5 Beschluss über Datum, Umfang und Ausstattung des 5. Projektaufrufes
TOP 6 Beschluss über Änderungen der Fördersatztabelle
TOP 7 Verschiedenes
TOP 8 Termine

Im Anschluss findet eine nichtöffentliche Sitzung des Auswahlgremiums statt.
 

Was ist dir in deiner Region wichtig, was fehlt dir und was hast du für Ideen und Verbesserungsvorschläge? Wie kann die Attraktivität und Lebensqualität für die Jugend im Kraichgau gesteigert werden? Die Antworten auf diese Fragen sollten im Rahmen einer Projektwerkstatt des LEADER-Förderprogramms mit allen interessierten Jugendlichen ausgearbeitet werden. Die Jugendlichen waren aufgerufen sich mit kreativen Ideen in die Gestaltung ihrer Heimat einzubringen. Am Dienstag, den 07. Februar 2016 trafen sich über 40 Jugendliche und junge Erwachsene im Eppinger Bahnhof und entwickelten gemeinsam verschiedene Ansätze. „Toll, dass unser Angebot von so vielen Jugendlichen wahrgenommen wurde“, freut sich Regionalmanagerin Dorothee Wagner von der LEADER-Geschäftsstelle. Nachdem zunächst die grundsätzlichen Herausforderungen und Probleme für die Kraichgaujugend besprochen wurden, erarbeiteten die jungen Kraichgauerinnen und Kraichgauer Lösungsansätze für die Problemstellungen. In den verschiedenen Projektgruppen ging es um die Einrichtung von Bürgerbussen und die Optimierung der bestehenden Ruftaxis, einen Calisthenics-Outdoor-Trainingspark, Jugendtreffpunkte- und Mietlocations, oder auch eine Verbesserung des Bibliothekenangebots. Die Jugendlichen gingen motiviert zur Sache und erstellten Plakate mit den jeweils wichtigsten Aspekten. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden dann im Rahmen eines Werkstatt-Gesprächs weiteren Teilnehmern, unter Ihnen auch zahlreiche Vertreter der LEADER-Kommunen, vorgestellt und gemeinsam diskutiert. In den kommenden Wochen werden die geäußerten Vorschläge potentiellen Projektpartnern vorgestellt, damit sie bei entsprechender Bereitschaft gemeinsam in die Umsetzung gebracht werden können. „Die LEADER-Geschäftsstelle unterstützt die Jugendlichen selbstverständlich auch weiterhin mit der Vermittlung von notwendigen Gesprächspartnern und Kontakten“ so Dorothee Wagner „Von der Idee bis zur Umsetzung ist es ein langer Weg, auf dem wir die Jugendlichen gern begleiten.“ Die Veranstaltung wurde von der LEADER-Geschäftsstelle organisiert. Insgesamt wurden 59 Teilnehmer gezählt. Weitere Veranstaltungen sind während der Laufzeit von LEADER Kraichgau bis 2020 immer wieder geplant.

 

 

Am letzten Mittwoch, den 25. Januar 2017, fand im Bürgerhaus Kraichtal-Gochsheim ein Informationsabend zum Thema Kleindenkmale statt. Nahezu 20 interessierte Bürger sind der Einladung der Geschäftsstelle gefolgt und haben sich an diesem Abend umfassend über die Erfassung, Erhaltung und Nutzung von Kleindenkmalen informiert.

Begonnen wurde der Infoabend mit einem kleinen Rundgang durch Gochsheim, bei dem den Teilnehmern von einem ortskundigen Führer vorhandene Kleindenkmale im Ortskern näher gebracht wurden. Im Anschluss daran folgte eine Vortragsveranstaltung im Bürgerhaus. Martina Blaschka vom Landesdenkmalamt informierte an diesem Abend ausführlich über den Ablauf bei der Erfassung von Kleindenkmalen und was überhaupt unter der Bezeichnung "Kleindenkmal" zu verstehen ist. Aber nicht nur das Kleindenkmal als Objekt ist wichtig, sondern auch die jeweilige Geschichte dazu sollte dokumentiert werden. Frau Blaschka gab auch besondere Tipps, wie z. B. mit Kreide eine schlecht lesbare Inschrift für die Fotodokumentation sichtbar gemacht werden kann, ohne das Kleindenkmal zu beschädigen. Ziel der Erfassung ist es, die Kleindenkmale ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und ein umfassendes Archiv für die kommenden Generationen anzulegen. Der Kreisarchivar des Landkreises Karlsruhe, Bernd Breitkopf, informierte über die Pläne des Landkreises. Die Erfassung der Kleindenkmale wird zumeist federführend durch den Landkreis bearbeitet. Der Stand der Bearbeitung in den einzelnen Landkreisen der LEADER-Kulisse ist dabei unterschiedlich: im Landkreis Rhein-Neckar fand noch keine koordinierte Erfassung statt, der Landkreis Karlsruhe wird sich in den kommenden zwei Jahren intensiv mit der Erfassung beschäftigen und im Landkreis Heilbronn ist die Erfassung abgeschlossen.

Weitere Informationen und Erfassungsbögen können auf den Sonderseiten des Landesdenkmalamtes zu Kleindenkmalen in Baden-Württemberg abgerufen werden.

 

 

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Dorothee Wagner
Leitung der Geschäftsstelle
Schlossstraße 1
74918 Angelbachtal
Tel: 07265 / 9120-21
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