Am Dienstag, den 29. November 2016 trafen sich Vertreter der 18 LEADER-Aktionsgruppen aus Baden-Württemberg in Stuttgart mit Minister Peter Hauk zu einem offenen Austausch. Aus dem Kraichgau waren die Vereinsvorsitzende, Sulzfelds Bürgermeisterin Sarina Pfründer, und die Regionalmanagerin Dorothee Wagner anwesend. Anfang 2015 wurden die 18 Aktionsgruppen im Rahmen eines Wettbewerbs durch das Land ausgewählt. Nachdem in allen Regionen Regionalmanagements eingerichtet  und die ersten Fördergelder verteilt wurden, lud das Ministerium Vertreter der LEADER Aktionsgruppen (LAG) in das Ministerium ein. Derartige Treffen finden halbjährlich statt. Um die Bedeutung von LEADER für den Ländlichen Raum zu betonen und sich aus erster Hand über den Stand der Programmentwicklungen zu informieren nahm sich Minister Peter Hauk Zeit für eine Teilnahme an der Sitzung. Er betonte die Rolle der LEADER-Förderung im Ländlichen Raum, in der auch neue Wege der Regionalentwicklung gegangen werden können, und reagierte auf die Forderungen der Aktionsgruppen nach einer "Entbürokratisierung". Er verwies darauf, dass eine sachgemäße und rechtskonforme Verwendung der Steuermittel gewährleistet sein muss. Gerade die EU mache hier strenge Vorgeben, die einzuhalten seien. Weitere Informationen finden sich in einer Pressemitteilung des Ministeriums. 

  • LEADER-Aktionsgruppen-und-MINHaukLEADER-Aktionsgruppen-und-MINHauk
  • LEADER-Treffen-mit-Minister-PlenumLEADER-Treffen-mit-Minister-Plenum
  • Vertreterinnen-LAG-Kraichgau-mit-Minister-und-AbteilungsleiterVertreterinnen-LAG-Kraichgau-mit-Minister-und-Abteilungsleiter

 

Unter dem Motto "Den Sprung aus der Region wagen - gebietsübergreifend und transnational kooperieren" trafen sich viele der 321 deutschen LEADER-Regionalmanager mit Kollegen aus Österreich, Luxemburg und anderen europäischen Ländern Anfang der Woche in Blaubeuren. Auch die LAG Kraichgau war dabei. Hier wurden neben Fachvorträgen, Foren und einer Kooperationsbörse auch beispielhafte Projekte besucht. Unter anderem wurde die Kartierung und sortenreine Vermarktung von Äpfel- und Birnen von Streuobstwiesen in der LEADER-Region Schäbisches Donautal besucht. Der Klostermarkt in Unterliezheim erfreut sich großer Beliebtheit. Eine durch LEADER geförderte genaue Kartierung und Sortenbestimmung der Sorten auf den Streuobstwiesen des Landkreises ist die Grundlage für diesen Erfolg und lebt vom bemerkenswerten Engagement des Obst- und Gartebauvereins Unterliezheim. Zudem gab es die Gelegenheit in der LEADER-Region Brenzregion die Erlebnishöhlenwelt in Giengen-Hürben zu besuchen. Dort wurde eine alte Sporthalle mit LEADER-Geldern zu einem tollen Museum umgebaut und auch ein Besucherzentrum für eine der längsten Schauhöhlen Süddeutschlands geschaffen. Mit Hilfe mehrerer LEADER-Projekte des Höhlen- und Heimatvereins wurde die Erlebnishöhlenwelt stufenweise weiterentwickelt.


Eigentliches Thema der Veranstaltung waren Kooperationsvorhaben und der Mehrwert eines solchen Austausches. Möglichkeiten für Kooperationsvorhaben gibt es viele: So können z.B. Europäische Museen mit ähnlichen Thema in einem gemeinsamen Projekt neue Wege der Besucherinformation ausarbeiten, über Grenzen hinweg kann eine gemeinsame Ausweitung der Infrastruktur entlang der Jakobswege gefördert werden, gemeinsam mit anderen Regionen kann ein Konzept zur Nutzung von Leerstand im ländlichen Raum erarbeitet werden oder aber ein gemeinsames Jugendprojekt mit einer europäischen Region kann unterstützt werden! Möchten Sie ein Kooperationsprojekt angehen und haben auch bereits eine Idee was gefördert werden soll? Sprechen Sie die LEADER-Geschäftsstelle für weitere Informationen an.

  • Klostermarkt_UnterliezheimKlostermarkt_Unterliezheim
  • LEADER_Foren_2016LEADER_Foren_2016
  • LEADER_Treffen_2016LEADER_Treffen_2016
  • Streuobstwiese_KartierungStreuobstwiese_Kartierung
  • Erlebnishoehlenwelt_GiengenHuerbenErlebnishoehlenwelt_GiengenHuerben

Wichtige Information vom 24.11.2016: Die Sitzung musste leider abgesagt werden und findet nicht statt. Ein neuer Termin wird rechtzeitig auf unserer Internetseite bekannt gegeben.

Bis zum 21. Oktober 2016 hatten Interessierte die Gelegenheit ihre Projektideen bei der LEADER Ge­schäftsstelle Kraichgau einzureichen. Insgesamt ist im 3. Projektaufruf ein Budget von 500.000 € an Fördermitteln in allen drei Handlungsfeldern des Regionalen Entwicklungskonzepts ausgeschrieben. Über die eingegangenen Projekte entschei­det der Auswahlausschuss am Montag, den 28.November um 18 Uhr im Raum Derdinger Horn im Forum Oberderdingen (Heinfelser Platz 1, 75038 Oberderdingen) und beschließt so die Vergabe weiterer Fördermittel aus dem EU-Förderprogramm LEADER. Das Auswahlgremium besteht aus 32 gewählten Vertretern der Region aus Verwaltung, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden sowie Sozial- und Umweltpartnern. Die Ideengeber erhalten die Gelegenheit ihr Vorhaben dem Gremium und der Öffentlichkeit vorzustellen.  Anschließend erfolgt die Bewertung nach einem transparenten und festgelegten Punktekatalog durch den Auswahlausschuss.  Die Sitzung ist öffentlich und Besucher sind herzlich willkommen!

Der vierte Projektaufruf folgt im neuen Jahr. Die genauen Fristen sowie die dann ausgeschriebene Summe an Fördergeldern legt das Gremium ebenfalls in dieser Sitzung fest. Das LEADER-Förderprogramm unterstützt Ideen, die das Leben, Arbeiten und Miteinander im Kraichgau attraktiver machen und so die Region mitgestalten. Interessierte können jederzeit, auch unabhängig von einem Projektaufruf, mit der LEADER-Geschäftsstelle Kontakt aufnehmen und sich über die Fördermöglichkeiten beraten lassen.

Tagesordnung:
TOP 1 Begrüßung durch Vorsitzende und Gemeinde Oberderdingen
TOP 2 Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und Beschlussfähigkeit
TOP 3 Bericht über die Treffen der Arbeitsgruppen & Aktuelles aus der LEADER-Region
TOP 4 Beratung und Beschlussfassung des vorliegenden Projektantrags
TOP 5 Beschluss über Datum, Umfang und Ausstattung des 4. Projektaufrufes
TOP 6 Verschiedenes
TOP 7 Termine

Im Anschluss findet eine nichtöffentliche Sitzung des Auswahlgremiums statt.

Haben auch Sie eine gute Idee zur Gestaltung des Kraichgaus und möchten diese nun in die Tat umsetzen? Sprechen Sie uns an!

Die LEADER Geschäftsstelle hatte kürzlich Besuch der 12. Klasse der Max-Weber-Schule aus Sinsheim. Die angehenden Wirtschaftsabiturienten belegen derzeit einen Seminarkurs, der sich explizit mit LEADER auseinander setzt und in dem die Schüler in Projektgruppen Ideen entwickeln sollen, wie die Lebensqualität im Kraichgau als Ländlichen Raum verbessert werden kann. Der Seminarkurs wurde vom Vereinsmitglied und Lehrer der Schule, Karl-Heinz Schneckenberger,  ins Leben gerufen, der ihn auch gemeinsam mit zwei weiteren Kollegen begleitet. Nach einer Einführung durch die Leiterin der Geschäftsstelle, Dorothee Wagner, hatten die Schüler Raum Fragen zu stellen und sich mit LEADER vertraut zu machen. Im Vorfeld des Besuches der LEADER-Geschäftsstelle hatten die Jugendlichen bereits die Aufgabe erhalten, sich dahingehend Gedanken zu machen, welche Projekte aus jugendlicher Sicht nötig bzw. förderwürdig wären. Die ersten Ideen reichten von einem Trimm-Dich-Pfad über die Unterstützung von Musikvereinen, die Förderung von Biogas, die Nutzung von Streuobstwiesen, die Unterstützung der Flüchtlingsbetreuung, die Barrierefreiheit im Kraichgau und Recycling über die Gestaltung von Abenden in Jugendhäusern bis hin zur Schaffung eines Skaterparks. Die Schüler werden ihre Ideen in den nächsten Monaten auswählen und in allen Facetten beleuchten. Sie sind dabei auch angehalten die notwendigen Institutionen, Unternehmen oder Personen zu kontaktieren. Im Idealfall können so Projekte ausgearbeitet werden, die dann in der Folge von den betreffenden Projektträgern umgesetzt werden könnten. Das Ganze dient zudem als Studienvorbereitung, damit sich die Schüler später an der Universität oder Fachhochschule gut integrieren können.  Das gesamte LEADER-Team ist sehr gespannt auf die weitere Arbeit der jungen Kraichgauerinnen und Kraichgauer und unterstützt diese selbstverständlich weiterhin!

Am vergangenen Mittwoch, 21. September,  stimmte der Kraichtaler Gemeinderat den Planungen der Touristikerin Sarah Nobel rund um die Aufbereitung der Wanderwege zu. Zentraler Bestandteil der Konzeption ist ein interkommunales Projekt mit Angelbachtal, Kürnbach, Oberderdingen, Sulzfeld, Zaisenhausen und Zuzenhausen unter Trägerschaft der Stadt Kraichtal, für das EU-LEADER-Mittel beantragt wurden. Bereits im Juni wurde der Projektantrag bei der Geschäftsstelle des LEADER-Kraichgau-Vereins eingereicht. Im Juli befürwortete der LEADER-Auswahlausschuss die Vergabe von EU-Mitteln an das Projekt, das die durchgängige Beschilderung des Wanderwegenetzes in den beteiligten Kommunen zum Ziel hat. Das Wanderwegenetz in der Region  ist geprägt von unterschiedlichen und veralteten  Beschilderungssystemen. Dem entgegenzuwirken laufen zurzeit Wanderwegekonzeptionen in Bruchsal, im Naturpark Stromberg-Heuchelberg und ein kooperatives Projekt des Tourismusvereins Kraichgau-Stromberg, durch das einzelne „Top“ Wanderwege der gesamten Region ausgeschildert und gebündelt vermarktet werden sollen. In Östringen soll – ebenfalls mit LEADER-Mitteln gefördert – ein Geolehrpfad entstehen. In Sinsheim wurde bereits die Katastererstellung begonnen.

Diese vielen Planungen ziehen gemeinsam am gleichen Strang, mit dem Vorsatz, eine deutliche Aufwertung der Destination Kraichgau-Stromberg für den Wandertourismus zu erreichen. Schon lange wissen Bewohner der umliegenden Ballungsgebiete Rhein-Neckar, Karlsruhe, Pforzheim, Heilbronn, dass das „Land der tausend Hügel“ ein attraktives und nahegelegenes Erholungsgebiet für das Wochenende und Tagesausflüge bietet. Nicht nur die schöne Natur lässt sich per Rad oder zu Fuß erkunden, sondern auch kulturelle Angebote, Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten sowie abwechslungsreiche Gastronomie und einzigartige Freizeitangebote überzeugen Ausflügler. Bislang jedoch fehlte es an einer guten und durchgängigen sowie einheitlichen Wanderwegebeschilderung. Wer heute in der Region wandern möchte, sollte gut vorbereitet sein: Routen müssen vorab recherchiert werden, wer auf Nummer sicher gehen will, druckt sich die Routenführung zuhause aus, um sich auch bei lückenhafter oder fehlender Beschilderung orientieren zu können. Manch einer wandert, keine 100 Meter entfernt, unwissentlich an einer Sehenswürdigkeit vorbei. Dies soll sich ändern, denn wichtiger Bestandteil der neuen Beschilderung sind sogenannte Haupt-Wegweiser, auf denen der Wanderer auf die nahegelegene Umgebung und sehenswerte Orte hingewiesen wird, auch wenn diese nicht direkt an der Wanderroute liegen. „Daraus entsteht ein touristischer Mehrwehrt, der über die eigentliche Orientierungsfunktion hinausgeht“, so Touristikerin Sarah Nobel.  

Infrastrukturelle Maßnahmen verursachen bekanntlich spürbare Kosten. Beispielsweise liegen die Gesamtkosten für die Wanderwege auf Kraichtals Gemarkung bei rund 90.000 €, die sich durch LEADER-Fördermittel etwa halbieren. Die zahlreichen Kriterien, die für die Bewilligung der Förderung erfüllt werden müssen, und die strengen Vorgaben, die eingehalten werden müssen, erfordern nicht nur einen erheblichen zeitlichen, sondern auch personellen Aufwand. In den kommenden Monaten wird die Stadtverwaltung Kraichtal die Aufgaben, die die Trägerschaft mit sich bringt, umsetzen. Auch die Projektpartnerkommunen sind in der Pflicht. Lokale Maßnahmen und Absprachen bleiben in der Hand der jeweiligen kommunalen Verwaltungen. Zusammengenommen sollen nun im Rahmen des Projektes gute 200 Kilometer Wanderwege in den beteiligten Kommunen erschlossen und mit einem professionellen System beschildert werden. Projekte wie diese können nicht von heute auf morgen umgesetzt werden. Die Umsetzung erfolgt in zwei Schritten. Im ersten geht es darum, das Kataster (die genaue Auflistung der Beschilderungsstandorte sowie Schilderanzahl) von einer Fachfirma erstellen zu lassen. Im zweiten Schritt sollen im Rahmen eines Folgeprojektes LEADER-Mittel für die Umsetzungskosten eingeworben werden.

Vor gut 80 Jahren wurde die Deutsche Weinstraße gegründet und als touristisches Ziel entwickelt. In der Pfalz ist der Tourismus zur identitätsstiftenden Ressource und zum zentralen Wirtschaftsfaktor geworden. Auf der gegenüberliegenden Seite des Rheins befindet man sich hinsichtlich der touristischen Entwicklung ganz am Anfang. Das geplante Wanderwegenetz ist ein Grundstein, von dem auch Dienstleister wie Übernachtungsbetriebe, Freizeitanbieter, Gastronomie und Einzelhandel profitieren werden, denn „Wo sich’s gut wandern lässt, lässt sich’s auch gern verweilen.“

Weitere Informationen zum Vorhaben erteilt die Stadt Kraichtal:
Sarah Nobel, Stadtmarketing
Rathausstraße 30
76703 Kraichtal
Tel. 07250 7788
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www.kraichtal.de

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Dorothee Wagner
Leitung der Geschäftsstelle
Schlossstraße 1
74918 Angelbachtal
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