Sechster Projektaufruf - Reichen Sie jetzt Ihre Projektbewerbung ein!

vom 02. Oktober bis 08. Januar
um Fördermittel bewerben!

Start

Die LEADER Geschäftsstelle hatte kürzlich Besuch der 12. Klasse der Max-Weber-Schule aus Sinsheim. Die angehenden Wirtschaftsabiturienten belegen derzeit einen Seminarkurs, der sich explizit mit LEADER auseinander setzt und in dem die Schüler in Projektgruppen Ideen entwickeln sollen, wie die Lebensqualität im Kraichgau als Ländlichen Raum verbessert werden kann. Der Seminarkurs wurde vom Vereinsmitglied und Lehrer der Schule, Karl-Heinz Schneckenberger,  ins Leben gerufen, der ihn auch gemeinsam mit zwei weiteren Kollegen begleitet. Nach einer Einführung durch die Leiterin der Geschäftsstelle, Dorothee Wagner, hatten die Schüler Raum Fragen zu stellen und sich mit LEADER vertraut zu machen. Im Vorfeld des Besuches der LEADER-Geschäftsstelle hatten die Jugendlichen bereits die Aufgabe erhalten, sich dahingehend Gedanken zu machen, welche Projekte aus jugendlicher Sicht nötig bzw. förderwürdig wären. Die ersten Ideen reichten von einem Trimm-Dich-Pfad über die Unterstützung von Musikvereinen, die Förderung von Biogas, die Nutzung von Streuobstwiesen, die Unterstützung der Flüchtlingsbetreuung, die Barrierefreiheit im Kraichgau und Recycling über die Gestaltung von Abenden in Jugendhäusern bis hin zur Schaffung eines Skaterparks. Die Schüler werden ihre Ideen in den nächsten Monaten auswählen und in allen Facetten beleuchten. Sie sind dabei auch angehalten die notwendigen Institutionen, Unternehmen oder Personen zu kontaktieren. Im Idealfall können so Projekte ausgearbeitet werden, die dann in der Folge von den betreffenden Projektträgern umgesetzt werden könnten. Das Ganze dient zudem als Studienvorbereitung, damit sich die Schüler später an der Universität oder Fachhochschule gut integrieren können.  Das gesamte LEADER-Team ist sehr gespannt auf die weitere Arbeit der jungen Kraichgauerinnen und Kraichgauer und unterstützt diese selbstverständlich weiterhin!

Am vergangenen Mittwoch, 21. September,  stimmte der Kraichtaler Gemeinderat den Planungen der Touristikerin Sarah Nobel rund um die Aufbereitung der Wanderwege zu. Zentraler Bestandteil der Konzeption ist ein interkommunales Projekt mit Angelbachtal, Kürnbach, Oberderdingen, Sulzfeld, Zaisenhausen und Zuzenhausen unter Trägerschaft der Stadt Kraichtal, für das EU-LEADER-Mittel beantragt wurden. Bereits im Juni wurde der Projektantrag bei der Geschäftsstelle des LEADER-Kraichgau-Vereins eingereicht. Im Juli befürwortete der LEADER-Auswahlausschuss die Vergabe von EU-Mitteln an das Projekt, das die durchgängige Beschilderung des Wanderwegenetzes in den beteiligten Kommunen zum Ziel hat. Das Wanderwegenetz in der Region  ist geprägt von unterschiedlichen und veralteten  Beschilderungssystemen. Dem entgegenzuwirken laufen zurzeit Wanderwegekonzeptionen in Bruchsal, im Naturpark Stromberg-Heuchelberg und ein kooperatives Projekt des Tourismusvereins Kraichgau-Stromberg, durch das einzelne „Top“ Wanderwege der gesamten Region ausgeschildert und gebündelt vermarktet werden sollen. In Östringen soll – ebenfalls mit LEADER-Mitteln gefördert – ein Geolehrpfad entstehen. In Sinsheim wurde bereits die Katastererstellung begonnen.

Diese vielen Planungen ziehen gemeinsam am gleichen Strang, mit dem Vorsatz, eine deutliche Aufwertung der Destination Kraichgau-Stromberg für den Wandertourismus zu erreichen. Schon lange wissen Bewohner der umliegenden Ballungsgebiete Rhein-Neckar, Karlsruhe, Pforzheim, Heilbronn, dass das „Land der tausend Hügel“ ein attraktives und nahegelegenes Erholungsgebiet für das Wochenende und Tagesausflüge bietet. Nicht nur die schöne Natur lässt sich per Rad oder zu Fuß erkunden, sondern auch kulturelle Angebote, Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten sowie abwechslungsreiche Gastronomie und einzigartige Freizeitangebote überzeugen Ausflügler. Bislang jedoch fehlte es an einer guten und durchgängigen sowie einheitlichen Wanderwegebeschilderung. Wer heute in der Region wandern möchte, sollte gut vorbereitet sein: Routen müssen vorab recherchiert werden, wer auf Nummer sicher gehen will, druckt sich die Routenführung zuhause aus, um sich auch bei lückenhafter oder fehlender Beschilderung orientieren zu können. Manch einer wandert, keine 100 Meter entfernt, unwissentlich an einer Sehenswürdigkeit vorbei. Dies soll sich ändern, denn wichtiger Bestandteil der neuen Beschilderung sind sogenannte Haupt-Wegweiser, auf denen der Wanderer auf die nahegelegene Umgebung und sehenswerte Orte hingewiesen wird, auch wenn diese nicht direkt an der Wanderroute liegen. „Daraus entsteht ein touristischer Mehrwehrt, der über die eigentliche Orientierungsfunktion hinausgeht“, so Touristikerin Sarah Nobel.  

Infrastrukturelle Maßnahmen verursachen bekanntlich spürbare Kosten. Beispielsweise liegen die Gesamtkosten für die Wanderwege auf Kraichtals Gemarkung bei rund 90.000 €, die sich durch LEADER-Fördermittel etwa halbieren. Die zahlreichen Kriterien, die für die Bewilligung der Förderung erfüllt werden müssen, und die strengen Vorgaben, die eingehalten werden müssen, erfordern nicht nur einen erheblichen zeitlichen, sondern auch personellen Aufwand. In den kommenden Monaten wird die Stadtverwaltung Kraichtal die Aufgaben, die die Trägerschaft mit sich bringt, umsetzen. Auch die Projektpartnerkommunen sind in der Pflicht. Lokale Maßnahmen und Absprachen bleiben in der Hand der jeweiligen kommunalen Verwaltungen. Zusammengenommen sollen nun im Rahmen des Projektes gute 200 Kilometer Wanderwege in den beteiligten Kommunen erschlossen und mit einem professionellen System beschildert werden. Projekte wie diese können nicht von heute auf morgen umgesetzt werden. Die Umsetzung erfolgt in zwei Schritten. Im ersten geht es darum, das Kataster (die genaue Auflistung der Beschilderungsstandorte sowie Schilderanzahl) von einer Fachfirma erstellen zu lassen. Im zweiten Schritt sollen im Rahmen eines Folgeprojektes LEADER-Mittel für die Umsetzungskosten eingeworben werden.

Vor gut 80 Jahren wurde die Deutsche Weinstraße gegründet und als touristisches Ziel entwickelt. In der Pfalz ist der Tourismus zur identitätsstiftenden Ressource und zum zentralen Wirtschaftsfaktor geworden. Auf der gegenüberliegenden Seite des Rheins befindet man sich hinsichtlich der touristischen Entwicklung ganz am Anfang. Das geplante Wanderwegenetz ist ein Grundstein, von dem auch Dienstleister wie Übernachtungsbetriebe, Freizeitanbieter, Gastronomie und Einzelhandel profitieren werden, denn „Wo sich’s gut wandern lässt, lässt sich’s auch gern verweilen.“

Weitere Informationen zum Vorhaben erteilt die Stadt Kraichtal:
Sarah Nobel, Stadtmarketing
Rathausstraße 30
76703 Kraichtal
Tel. 07250 7788
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.kraichtal.de

Zur Weiterentwicklung des regionalen Entwicklungsprozesses wurden verschiedene thematische Arbeitsgruppen eingerichtet. Die „Arbeitsgruppe Streuobst“ trifft sich wieder am Donnerstag, den 29. September 2016 um 18 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis in Sinsheim (Muthstraße 4, 74889 Sinsheim, 4. OG, Raum Nr. 402). Thematisch werden bei dieser Sitzung verschiedene Aspekte zum Aufbau einer Regionalmarke (z.B. "Bestes aus dem Kraichgau" oder "Streuobst aus dem Kraichgau") betrachtet und in der Gruppe die organisatorischen, rechtlichen und sonstigen Voraussetzungen und Umsetzungsideen diskutiert. Das Treffen ist sehr offen gestaltet, so dass die Aspekte besprochen werden, die von den Teilnehmern genannt und gewünscht werden. Jeder Interessierte, der Mitwirken will ist herzlich willkommen!  Für unsere weiteren Planungen bitten wir um eine kurze Rückmeldung zur Teilnahme an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Innovative Projektideen können sich wieder um Fördermittel bewerben. Zum dritten Mal startet die LEADER-Aktionsgruppe „Regionalentwicklung Kraichgau e.V.“ einen Projektaufruf. In der Zeit vom 01. September bis zum 21. Oktober 2016 können sich Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und Kommunen bei der LEADER Geschäftsstelle mit Projekten und investiven Vorhaben um Fördermittel der Europäischen Union aus dem EU-Programm LEADER bewerben. In dieser Runde werden insgesamt 500.000 Euro an EU-Fördermitteln ausgeschüttet; hinzu kommen weitere nationale Fördermittel. Die Fördermöglichkeiten sind vielfältig: Dazu gehören zum Beispiel Investitionen in die Belebung der Ortskerne und Einrichtungen der Nahversorgung, die Verbesserung der touristischen Infrastruktur, die Unterstützung von Existenzgründungen (besonders von Frauen) und Betriebserweiterungen oder auch Projekte des bürgerlichen Engagements. Mittel können auch für Vorhaben zur Integration von Migranten sowie für Jugendprojekte (insbesondere an der Schnittstelle zur Wirtschaft) beantragt werden. Des Weiteren werden regionale Lösungen für Klimaschutz und nachhaltige Energieversorgung gefördert sowie der Arten- und Biotopschutz und die Landschaftspflege zum Erhaltung der Kulturlandschaft. Auch im Bereich Kunst und Kultur stehen privaten Antragstellern für nicht-investive Vorhaben interessante Fördermöglichkeiten offen. Schwerpunkte in diesem Zusammenhang sind dabei unter anderem Ausstellungen oder Veranstaltungen, die örtlich und überörtlich im LEADER-Gebiet stattfinden können. „Im Kern geht es darum, mit Investitionen in den ländlichen Raum die Zukunft aktiv mitzugestalten und die Lebensqualität für die Menschen im Kraichgau zu erhalten“, erklärt die Vereinsvorsitzende Sulzfelds Bürgermeisterin Sarina Pfründer.

Wer Fördermittel beantragt und genehmigt bekommt, muss einen Eigenanteil aufbringen, der je nach Projektart unterschiedlich hoch ausfällt. Die Fördersätze für Projekte von Privatpersonen und Unternehmen liegen zumeist bei max. 40 Prozent, Kommunen können bei Investitionsprojekten max. 60 Prozent Förderung erhalten. Die Lücke ist der entsprechende Eigenanteil des Projektträgers. Grundvoraussetzung für eine Förderung ist, dass das Projekt im Aktionsgebiet liegt und die Ziele des ausgearbeiteten regionalen Entwicklungskonzeptes unterstützt. Auch darf es noch nicht umgesetzt worden sein. Zudem muss das Vorhaben auf einem realistischen Zeitplan beruhen und auch nach der Förderung weiterhin tragfähig sein. In der weiteren Bewertung geht es dann beispielsweise darum, inwieweit ein Projekt einen besonderen Nutzen für die Region hat, innovativ ist oder zur Vernetzung in der Region beiträgt. „Wir beantworten gern alle Fragen rund um Ideen oder schon konkrete Projektanträge“, betont LEADER-Regionalmanagerin Dorothee Wagner. Und ermuntert dazu, sich möglichst schnell zu melden. „Je mehr Zeit wir haben, desto mehr können wir an den Anträgen arbeiten und sicherstellen, dass alle Angaben vorliegen.“ Die Bewertung der eingereichten Bewerbungen und die Auswahl, welche Projekte gefördert werden können, fällt das Auswahlgremium des Vereins voraussichtlich in seiner Sitzung am 28. November 2016.

Weiterführende Informationen sind auf den Seites des Projektaufrufs sowie die Bewerbungsunterlagen im Downloadbereich eingestellt.

Zahlreiche Interessierte fanden am 25. August den Weg in die LEADER-Geschäftsstelle in Angelbachtal um sich über LEADER und den Verein zu informieren. An diesem speziellen Beratungstag stand im Fokus des Interesses vor allem die konkreten Fördermöglichkeiten für bestimmte Vorhaben und Ideen im LEADER-Gebiet. Wir hoffen, dass viele der tollen Ideen so voran gebracht werden können, dass bereits beim nächsten Projektaufruf - der am 01. September startet- eine Bewerbung um die Fördermittel eingereicht werden kann. Für alle die verhindert waren oder erst zu spät von dem Beratungstag erfahren haben: Die LEADER Geschäftsstelle vereinbart auch weiterhin gern nach vorheriger Absprache einen individuellen Termin und informiert rund um die Fördermöglichkeiten!

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Ihr Ansprechpartner:

Dorothee Wagner
Leitung der Geschäftsstelle
Schlossstraße 1
74918 Angelbachtal
Tel: 07265 / 9120-21
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