Projekte

Hier werden wir Ihnen zukünftig beispielhafte Projekte aus der LEADER Region Kraichgau vorstellen. Da sich der LEADER Prozess noch am Anfang befindet, gibt es derzeit noch keine umgesetzten Projekte.

Bislang wurden 16 Projekte im Kraichgau ausgewählt, mit deren Umsetzung in Kürze begonnen wird:

Existenzfestigung Streu- und Wildobsthof Sulzfeld: Der bestehende Streuobsterlebnispfad in Sulzfeld soll mit einer gastronomischen Einrichtung aufgewertet werden. Private Projektträger planen den Aufbau eines Hofladens mit Außencafé mit Fokus auf Produkten des Streu- und Wildobstes direkt an den Pfad angrenzend. Das Vorhaben wird durch das Landesprogramm "Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum ELR" kofinanziert.

Besser Biken in der Brunnenregion: Die Gemeinden der Brunnenregion planen die Aufwertung eines bestehenden Radweges mit E-Bike Ladestationen. Die LAG Kraichgau hat den Projektteil für die Gemarkung Waibstadt beschlossen, die restlichen Kommunen liegen im Aktionsgebiet Neckartal-Odenwald aktiv.

Existenzgründung Marktscheune Meckesheim: Eine private Antragstellering plant den Umbau einer Scheune zum Verkauf von regionalen Produkten. Das Vorhaben hat dabei ein innovativem Vermarktungskonzept, welches auch eine Showküche für regionale Produkte einschließt. Zudem sollen im Gebäude Räumlichkeiten für eine Bauernhofpädagogik entstehen. Das Vorhaben wird das durch Landesprogramm "Innovative Maßnahmen von Frauen im Ländlichen Raum IMF" kofinaziert.

NaturErlebnis Interaktiv Angelbachtal: Die Gemeinde Angelbachtal plant Errichtung eines Naturerlebnispfades unter Einbezug einer interaktiven App zur mobilen, individualisierten Verwendung. Dabei soll der Charakter des Naturerfahrens im Fokus stehen.

Schäferwagen-‚Hotel“, Zaisenhausen: Tourismus spielt derzeit in der Kommune Zaisenhausen so gut wie keine Rolle. Ziel eines Vereins ist es daher, eine touristische Infrastruktur in der Gemeinde Zaisenhausen und ihrer Umgebung aufzubauen und so bekannt und erlebbar zu machen. Projektinhalt und erster Schritt ist das Angebot zur Übernachtung in historisch nachempfundenen Schäferwagen. Im Rahmen des Vorhabens sollen diese mit zugehöriger Ausrüstung beschafft werden und mitten im Grünen auf eine Obstwiese aufgestellt werden. Auch die Ausstattung für entsprechende Pauschalangebote für einen naturnahen Urlaub mit Vermarktungsstrategie ist Teil des Projektes. Das Vorhaben wird durch das Landesprogramm "Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum ELR" kofinanziert.

Wanderwege Kraichgau- Katastererstellung: Das Wanderwegenetz des Kraichgaus weist unterschiedliche Beschilderungssystematiken auf und viele Wege, die gemarkungsübergreifend verlaufen, sind häufig ab den kommunalen Gemarkungsgrenzen nicht mehr schlüssig ausgewiesen. Hinzukommt, dass nahezu in jeder Kraichgau-Kommune eine Wanderwegebeschilderung, die so genannte Hauptwegweiser beinhaltet, gänzlich fehlt. Erklärtes Ziel vieler LEADER-Kommunen ist es daher die Beschilderung zu verbessern. Ein erstes Vorhaben ist die Erstellung eines landkreisübergreifenden Beschilderungskatasters der Wanderwege der Kommunen Kraichtal, Angelbachtal, Oberderdingen, Kürnbach, Zuzenhausen, Zaisenhausen und Sulzfeld. Übergeordnetes Ziel ist die Grundlage für eine einheitliche Wanderwegebeschilderung im Kraichgau zu schaffen.

Sandsteinpfad Mühlbach „Vom Fels zur Kunst“: Mühlbach ist sehr stark vom Sandstein geprägt. Seit etwa 200 Jahren und bis heute gibt es vier aktive familiengeführte Steinbrüche in Mühlbach, die den "Mühlbacher Sandstein" abbauen und auch überregional vermarkten. Das bereits vorhandene Steinhauermuseum erfreut sich in den Sommermonaten immer größerer Beliebtheit. Um dem interessierten Besucher ganzjährig den Zugang zum Sandstein zu ermöglichen, wurde die Idee geboren, einen Sandsteinpfad einzurichten. Ein Pfad soll das Museum ergänzen, wo auch der Sandsteinpfad beginnt. Projektinhalt ist die Anlage eines Fußweges durch die Schrebergärten "Unter der Steig" mit der Präsentation von Sandsteinexponaten entlang des Weges mit Hinweistafeln und Erklärungsschildern sowie Anlage eines Sandsteinbrunnens als Treffpunkt. Der Sandstein soll damit noch mehr in den Fokus heimischer und touristischer Bauherren rücken und als heimischer Werkstoff präsentiert werden. Antragsteller ist die Stadt Eppingen.

GeoPfade – Geologische Wanderpfade für Östringen und Odenheim: Östringen und die Umgebung rund um den Stadtteil Odenheim hat viele geologische Besonderheiten zu bieten, die nun Schülergruppen, Touristen und Wandergruppen zugänglich und erlebbar gemacht werden sollen. Diese attraktiven geologischen Punkte sind derzeit nur schwer zu finden und weder ausgeschildert, noch besonders erläutert. Ziel ist es, anhand von mehreren Stationen den geologischen Aufbau der Erdoberfläche zu vergegenwärtigen und dadurch ein besseres Verständnis für unsere Landschaft und ihre erdgeschichtliche Vergangenheit entwickelt wird. Projektinhalt sind die Entwicklung sowie Ausweisung von zwei geologischen Wanderpfaden. Dabei soll auch die örtliche Schule in die Ausgestaltung einbezogen werden. Projektträger ist die Stadt Östringen.

Reit- und Aktionshof Sulzfeld: In der Gemeinde Sulzfeld will eine private Antragstellerin einen Reit- und Aktionshof umsetzen. Das innovative Betriebskonzept sieht u.a. ein Einbezug von benachteiligten Kindern vor und will eine attraktive Freizeiteinrichtung in der Gemeinde etablieren. Das Vorhaben wird durch das Landesprogramm „Innovative Maßnahmen von Frauen im Ländlichen Raum – IMF“ kofinanziert.

Erweiterung und Optimierung des Hohlenpfades Mühlhausen-Tairnbach: Der Themenweg zu Hohlenpfaden besteht bereits seit einigen Jahren in Mühlhausen. Das Vorhaben sieht vor, die Wegeführung für den bestehenden Weg zu optimieren und die Strecke um weitere Wegteile auf insgesamt 12 km zu ergänzen. Zudem soll eine Informationstafel in der Ortsmitte aufgestellt werden und begleitendes Marketingmaterial erstellt werden. Das Vorhaben wird durch das Landesprogramm „Landespflegerichtlinie LPR“ kofinanziert.

Freistellung einer Streuobstwiese in Kraichtal: Eine wertvolle Streuobstwiese in Kraichtal in Privatbesitz ist stark verbuscht. Um die über 100-jährigen Birnbäume zu erhalten und die Landschaft offenzuhalten soll diese Wiese freigestellt werden. Das Vorhaben wird durch das Landesprogramm „Landespflegerichtlinie LPR“ kofinanziert.

Entwicklung einer Regionalmarke „Kraichgau-Streuobst“ und Einführung des Produktes einer „Kraichgau-Schorle“: Das Vorhaben umfasst den Aufbau einer sogenannten Aufpreisinitiative für das gesamte LEADER-Gebiet Kraichgau sowie die Markteinführung und Erstvermarktung einer naturtrüben Apfelsaft-Schorle. Mit der Maßnahme soll die Pflege und Bewirtschaftung der Streuobstwiesen unterstützt und entsprechend entlohnt werden. Das Vorhaben wird durch ein Projektkonsortium unter der Federführung der Streuobstinitiative Karlsruhe e.V. umgesetzt. Das Vorhaben wird durch das Landesprogramm "Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum ELR" kofinanziert.

Berthold 57: In der Berthold-Bott-Str. 57 in Kraichtal-Gochsheim war die einstige Bahnhofswirtschaft untergebracht. Heute ist Ruhe in die einst belebte Gaststätte mit Herberge, Metzgerei und Viehzucht eingekehrt. Vor kurzem Stand das Gebäude kurz vor dem Abriss, mittlerweile ist es denkmalgeschützt. Die Projektträgerin erwarb das Gebäude und will es zu einer Eventlocation mit Ferienwohnungen, Anlaufstelle für den Tourismus, Ort für private-, geschäftliche und gesellschaftliche Anlässe und Wirkungsstätte für engagierte Bürger/Ehrenamtler, Vereine und Jugendliche umbauen. Das Vorhaben wird durch das Landesprogramm "Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum ELR" kofinanziert.

Burg Ravensburg; Erhalt und Verbesserung der touristischen Attraktivität: Um die touristische Attraktivität der Ravensburg in Sulzfeld als Wahrzeichen des Kraichgaus zu erhöhen sind Maßnahmen zur Erhaltung notwendig. Dazu sind insbesondere der Bergfried, die Toreinfahrt, die Traukapelle und das gesamte Mauerwerk zu sanieren. Es ist geplant, einen Kinderspielplatz anzulegen. Die privaten Eigentümer stellen die Ravensburg vollumfänglich der öffentlichen Nutzung mit Restaurant und Außenstelle des Standesamtes zur Verfügung. Das Vorhaben wird durch das Landesprogramm "Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum ELR" kofinanziert.

Tiefgarage Schloss Amalienhof: Der Amalienhof ist in der Deutschen Denkmalliste als „Barockes Landschloss mit englischem Landschaftsgarten“ eingetragen und als baukulturelles Anwesen für die Region von Bedeutung. Die Gesamtanlage bestehend aus mehreren Gebäuden und ehemaligen Stallungen wird Schritt für Schritt renoviert und nachhaltigen, größtenteils gewerblichen Nutzungen zugeführt. Ziel ist es, den Amalienhof seiner wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung entsprechend, zukunftstauglich zu machen. Hierfür soll als weiterer Baustein, am zentralen Zugangspunkt, eine begrünte Tiefgarage mit 16 Stellplätzen errichtet werden. Diese Baumaßnahme soll vorbildhaft die Schaffung von Parkraum im engen örtlichen Zentrum ohne Beeinträchtigung des Ortsbildes und im Einklang mit dem Denkmalschutz aufzeigen. Das Vorhaben wird durch das Landesprogramm "Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum ELR" kofinanziert.

Reaktivierung der historischen Brunnenanlage Kleingartach: Bei öffentlichen Straßenarbeiten ist ein Brunnenrund vor dem Kleingartacher Rathaus entdeckt worden. Es erfolgte eine Einmessung und wurde verschlossen. Der Heimatverein Kleingartach e.V. hat dies zum Anlass genommen und eine intensive Recherche zu diesem ehemaligen Brunnen erstellt. Dabei konnten alte Dokumente entdeckt werden, die einen Rathausbrunnen mit einer männlichen Figur mit Fahne, Schwert und Schild zeigen. Nun soll das vergessene Kleindenkmal durch die Stadt Eppingen wieder zu neuem Leben erweckt und reaktiviert werden.

 

Andere Regionen in Baden-Württemberg sind bereits seit einigen Jahren LEADER-Region. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz  hat eine Broschüre zusammengestellt, in denen innovative Projektbeispiele aus der vergangenen Förderperiode 2007- 2013 vorgestellt werden.

 


 Beispielhafte Projekte in Baden-Württemberg


Herausgeber: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg







Der LEADER Ansatz ist so gestaltet, das vor allem innovative, neue Ideen, die direkt auf die Region und die entsprechenden lokalen Herausforderungen, Möglichkeiten und Entwicklungspotentiale bezogen sind, unterstützt werden sollen. Daher sind die in der Broschüre vorgestellten Projekte als Beispiele anzusehen, wie andere Regionen den LEADER Ansatz umgesetzt haben.

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