Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass die LEADER-Förderung im Kraichgau um zunächst zwei Jahre verlängert wird. Zwar sind von Seiten der EU noch nicht alle notwendigen Verordnungen verabschiedet, aber alle Zeichen deuten daraufhin. Somit hat sich auch das Land entschieden, die den LEADER-Regionen bereitgestellten Landesgelder weiterhin als Budget zu überlassen. Daher können wir bereits jetzt in zwei Förderbereichen Fördergelder ausloben.

Landschaftspflege und Naturschutz: Gefördert werden können Investitionen in den Arten- und Biotopschutz, Naturschutz und Landschaftspflege sowie Dienstleistungen für Naturschutz und Landschaftspflege. Antragsteller können sowohl Kommunen als auch Vereine, Verbände oder Landwirte sein. Die Fördersätze variieren je nach Antragsteller und Art des Vorhabens zwischen 30 und 95% der Kosten. Es stehen insgesamt 150.000 EUR an Fördergeldern zur Verfügung. Interessierte werden gebeten sich frühzeitig vor dem Stichtag bei der LEADER-Geschäftsstelle, dem Landschaftserhaltungsverband oder der unteren Naturschutz-/ Landwirtschaftsbehörde beraten zu lassen und die grundsätzliche Förderfähigkeit nach der Richtlinie LPR/LEADER abzustimmen.

Maßnahmen in Kunst & Kultur: Gefördert werden nicht-investive Projekte zum Aufbau und Erhalt des Kulturlebens im ländlichen Raum. Die Vorhaben müssen der "Kultur im engeren Sinne" zugeordnet werden können. Gefördert werden können Veranstaltungen und Veranstaltungsreihen, Kooperationen mit Bildungsinstitutionen und sozialen Einrichtungen, sowie die Professionalisierung von Kultureinrichtungen und Netzwerkbildung. Projekte und Veranstaltungen, im Sinne dieses Moduls, sind zeitlich befristete künstlerische oder kulturelle Aktivitäten, für die noch keine Vorleistungen getroffen oder Aufträge vergeben wurden. Die Veranstaltungen müssen im Jahr 2021 stattfinden. Antragsberechtigt sind freie Träger, Vereine und gemeinnützige Institutionen im Kulturbereich sowie Kulturbetriebe und -initiativen in privater Trägerschaft. Vorhaben, die zur Förderung ausgewählt werden, erhalten einen Zuschuss in Höhe von 40% der nachgewiesenen Kosten. Es stehen vorbehaltlich der endgültigen Mittelzuweisung insgesamt 10.000 EUR zur Verfügung.

Eingereicht werden müssen eine konkrete Projektbeschreibung, eine verlässliche Kostenkalkulation auf Basis von Angeboten sowie Angaben zum Projektträger. Bewerbungsunterlagen können bei der LEADER-Geschäftsstelle in Angelbachtal angefordert werden, die auch alle Fragen zur Förderung beantwortet. Bewerbungen sind bis spätestens 01.03.2021 ebenfalls dort einzureichen.

Weitere Informationen zum Projektaufruf sind hier eingestellt.

Das Ergebnis des Wettbewerbs  "Gemeinsam stark sein" steht fest. Unter dem Motto „Täglich gut versorgt!“ stand der diesjährige Wettbewerb „Gemeinsam stark sein“ der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS). Bereits zum siebten Mal fand der Wettbewerb der beliebtesten deutschen LEADER-Projekte statt. Insgesamt 27 hervorragende Projekte der ländlichen Entwicklung hatten die Bundesländer nominiert. An der Online-Abstimmung nahmen über 5.300 Menschen teil. Die Marktscheune Meckse begeisterte viele Leute und das Projekt konnte mit über 1.257 Stimmen einen hervorragenden zweiten Platz erreichen! Als Preis erhält die Marktscheune ein Catering mit regionalen Produkten für ein Helfer-Fest.

Corona-bedingt gab es statt der Preisverleihung auf der Internationalen Grünen Woche 2021 zunächst eine Online-Prämierung. Vor Ort in der Marktscheune verfolgten die Inhaberin Christina Müller, Meckesheims Bürgermeister Maik Brandt und die Geschäftsführerin des LEADER-Vereins Dorothee Wagner gespannt die Bekanntgabe der Ergebnisse auf dem Videobildschirm. In einer sanierten und umgebauten Scheune im Ortskern hat Christina Müller einen Dorfladen mit Café eröffnet. Dort haben mehr als 30 Landwirtschafts- und Handwerksbetriebe aus dem Kraichgau eine Absatzmöglichkeit für ihre Produkte gefunden. Das angeschlossene Café mit "Show-Küche" ist zum beliebten Treffpunkt geworden.

Die meisten Stimmen im Wettbewerb "Gemeinsam stark sein" erhielt ein Dorfhaus mit Lebensmittelladen, Seniorencatering und Bücherei in Aidhausen im bayrischen Unterfranken. Den dritten Platz erreichte eine Bäckerinitiative, die das traditionelle Handwerk in den Dörfern im Allgäu bewahren will.

Bei der Bekanntgabe der drei Gewinner lobte Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, die drei Gewinner-Projekte als „Vorbild und Ansporn“ für andere. Gerade jetzt während Corona werde deutlich, wie wichtig die tägliche Versorgung vor Ort ist und welche Bereicherung die Projekte für die Menschen in den Gemeinden darstellen. "Ihre Projekte haben viele Menschen für ihre Projektideen begeistert und zum Abstimmen bewegt. Sie machen ihre Orte lebenswert und sichern damit eine nachhaltige Entwicklung", lobte Eiden. Dem kann Bürgermeister Maik Brandt nur zustimmen: „Die Marktscheune trägt dazu bei, die Kaufkraft im Ort zu halten. Daher hat die Gemeinde die Pläne von Christina Müller auch immer unterstützt.“

Im Januar 2021 wird eine Broschüre veröffentlicht, die alle 27 Projekte des Wettbewerbs aus ganz Deutschland vorstellt. Weitere Informationen gibt es unter www.dvs-wettbewerb.de.

Nachdem im Sommer das Restmittelverfahren gestartet ist, wurden in den vergangenen Wochen laufend Förderprojekte ausgewählt, die in der Folge einen Förderantrag stellen dürfen. Jeden Monat konnten geeignete Vorhaben an das Ministerium nach Stuttgart gemeldet werden, dass die Restmittel entsprechend verteilte. Insbesondere private Investoren stellten sich dem Bewertungsprozess der Region und reichten Bewerbungen ein. Drei Vorhaben konnten sich im September und Oktober auf diesem Wege für die Fördermittel qualifizieren. Allen wurde ein regionales Interesse bescheinigt.

In Zuzenhausen soll auf dem Gelände der dortigen Brauerei ein Biergarten entstehen. Das derzeitige Brachgelände mitten im Ort soll zukünftig zum gemütlichen Beisammensein einladen und auch für Radfahrer und Wanderer ein Angebot zur Rast bereithalten. Für Kinder wird eine Spielecke eingerichtet. Da es sich um eine Außenbewirtschaftung handelt, wurde das Vorhaben wurde auch hinsichtlich der derzeitigen Pandemiebeschränkungen als wichtig eingestuft. Sobald mit dem Bau begonnen werden kann, kann die Brauerei den Förderantrag komplettieren und die Gelder beantragen.

In Waibstadt wird die Neu-Einrichtung einer Frauenarztpraxis unterstützt, die in Kürze übernommen werden soll. Die Verfügbarkeit einer medizinischen Grundversorgung sowie Fachärzten ist auf dem Land äußerst wichtig. Daher werden die nicht-medizinischen Investitionen in die Praxis entsprechend finanziell unterstützt.

Bereits in den vergangenen Monaten konnte die Erweiterung des Komposthofes in Neuenbürg als Fördervorhaben ausgewählt werden. Der Kompost, erzeugt aus heimischem Grünschnitt, schafft wertvollen Dünger, der dafür sorgt, dass die Bodenfruchtbarkeit auf klimafreundliche Art nachhaltig erhalten bleibt. Damit entsteht eine regionale Wertschöpfung des Abfalls und zugleich ein regional erzeugtes Produkt, dass dem Endverbraucher dann wieder zur Verfügung steht. Nun wird er erweitert und kundenfreundlicher modernisiert.

Bewerbungen für das Förderprogramm LEADER sind nun erst wieder im Jahr 2021 möglich. Bewerbungen für das Förderprogramm Regionalbudget, das kleine Vorhaben unter 20.000 EUR unterstützt, sind bis zum 30.11.2020 einzureichen. Interessierte können sich jederzeit an die LEADER-Geschäftsstelle für eine Beratung wenden und die Unterlagen bereits vorbereiten.

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74918 Angelbachtal
Tel: 07265 / 9120-21
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