Neues Förderprogramm:

Regionalbudget

Bis zum 15.12.2019

für 2020 bewerben!

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Das LEADER-Auswahlgremium hat in seiner Sitzung am Montag (18.11.2019) in Gemmingen die letzten Fördergelder aus Brüssel in der Region verteilt. Insgesamt etwas über 2,8 Millionen Euro wurden seit 2016 ausgeschüttet und damit 40 Projekte aus unserer Region unterstützt. In der letzten Sitzung wurden die Restgelder in Höhe von 460.000 € an neun Vorhaben aus der Region gebunden. Die Umsetzungsideen spiegeln dabei eindrucksvoll wieder, was LEADER in der Region unterstützen und bewirken kann: Von der Brauchtumspflege über frei zugängliche Freizeitangebote oder Lehrpfade werden auch kleine Unternehmen aus der Region gestärkt, die sich in den Bereichen Kulturlandschaft, Tourismus, Fachkräftenachwuchs oder Innenentwicklung engagieren. Allen neun Vorhaben wurde vom Auswahlgremium ein regionales Interesse bescheinigt und daher können die Ideengeber nun den Förderantrag bei den jeweils zuständigen Landesbehörden stellen:

Ein Landwirtschaftlicher Fahrraderlebnisweg soll in Oberderdingen, Kürnbach, Zaisenhausen und Sulzfeld entstehen. Die Konzeption ist ausgearbeitet, jetzt geht es um die Umsetzung. Die Kommunen stellen Schilder und erste Stationen auf, um verschiedene Aspekte der Landbewirtschaftung im ländlichen Kraichgau darzustellen. Benno Bauer wird zukünftig den Weg zu verschiedenen Stationen und Informationen weisen.

In Zuzenhausen gibt es seitlich der vorhandenen Vereinssportplätze des FC Zuzenhausen eine sanierungsbedürftige Kleinsportanlage. Die Gemeinde will diese Fläche zu einer vielseitig nutzbaren Mehrgenerationen- Freizeitanlage mit Kletterfelsen, Slackline, Calisthenics-Anlagen, Spielsandfeld und vielen mehr umgestalteten. Zukünftig soll jede Altersklasse dort ein Freizeitangebot finden und sich die Fläche am Rande des Verbindungsweges nach Meckesheim wieder als Treffpunkt für Aktive gestalten.

Der Kürnbacher See ist eigentlich ein Regenrückhaltebecken. Die „Staumauer“ ist ein Zeichen davon. Da die Staumauer aber die Form eines Schiffbuges hat, will die Gemeinde das Betonbauwerk mit Fernrohr, Schiffsglocke und Steuerrad umgestalten und als Aufenthaltsort nutzbar machen. Highlight wird ein Graffiti an der Mauer, dass das Schiff lebendig werden lassen soll.

Der Grüne Baum ist ein bekanntes und beliebtes Hotel und Restaurant in Rohrbach. Einheimische und Gäste schätzen die Gastfreundschaft der Familie Barth und die Küche mit guten Zutaten aus der Region. Das Hotel wird weitere Investitionen tätigen und zukünftig auch ein Familienzimmer mit Verbindungstür und Balkon anbieten, ein Angebot dass junge Familien und eine wichtige Zielgruppe anspricht. Zudem wird der Frühstücksraum verlegt und barrierefrei gemacht. Diese Investitionen stärken den Tourismus. Das kleine Unternehmen wird mit Fördergeldern unterstützt.

Mitten in Hoffenheim liegt der Ludwigshof. Der Vierseitenhof stand die letzten Jahre leer, bis ein privater Investor das Anwesen erwarb. Einige der Nebengebäude sollen saniert und umgestaltet werden. Es soll eine Ferienwohnung eingerichtet werden und ein Backhaus. Der Innenhof soll für Veranstaltungen nutzbar gemacht werden. Sanitäranlagen werden in eines der Nebengebäude eingebaut. Die Investitionen stärken den Tourismus und geben einem alten Gemäuer eine neue Nutzung.

Der Spielplatz an der Schießmauer in Zaisenhausen kann derzeit nur noch eingeschränkt genutzt werden. Dies nimmt die Gemeinde zum Anlass um ein neues Konzept eines Streuobstspielplatzes umzusetzen. Neue Spielgeräte sollen einen Bezug zu den Obstbäumen im Kraichgau haben. Neue Bäume werden als Schattenspender und Informationsexemplar auf dem Spielplatz gepflanzt und mit Informationstafeln sollen auch die Eltern auf die heimische Kulturlandschaft aufmerksam gemacht werden.

Das Unternehmen CCI Fördertechnik in Waibstadt mit seinen Abteilungen Entwicklung, Konstruktion, Vertrieb, Fertigung, Montage und Service bietet ein breites Angebotsspektrum mit „Technik rund um die Palette“. Den Auszubildenden können bestimmte Tätigkeiten aber derzeit nicht beigebracht werden. Deshalb soll eine Lehrwerkstatt im Stil eines „Lehratelier“ errichtet werden und mit verschiedenen Maschinen ausgestattet werden. Das Vorhaben soll junge und kluge Köpfe fördern und die Partnerschaft zwischen Kraichgauer Unternehmen und Jugendlichen unterstützen.

Den Bewohnern Dührens wurde während vergangener Zeiten der Utzname Manschettenbauern gegeben. Noch heute ist der Name präsent und der gleichnamige Verein trägt zur Gestaltung der örtlichen Feste bei. Der Verein will zur Brauchtumspflege eine Bronzestatue eines Manschettenbauern vor der neuen Verwaltungsstelle aufstellen und so zur Identifikation und Information über die Besonderheit des Ortes beitragen.

In Sulzfeld gibt es einen Landmaschinenhandel, der mit seinem Reparaturservice wichtig für die Landwirte im südlichen Kraichgau ist. Die Gebäude werden jedoch den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht und sind zu klein. Daher soll ein Nebengebäude abgerissen und neu errichtet werden und zudem weitere Fläche mit einem Anbau geschaffen werden. Das Vorhaben wird unterstützt, um Kleinstbetriebe im Kraichgau bei Investitionen unter die Arme zu greifen.

Die Förderung wird in der Region durch den Verein Regionalentwicklung Kraichgau e.V. abgewickelt. Dieser hat von der EU und dem Land die Hoheit über die Auswahl der Förderprojekte erhalten. Die Entscheidung über die Vergabe der Gelder fällt das Auswahlgremium. Dieses besteht aus 31 gewählten Repräsentanten aus der Region, die die Bevölkerung und Interessensgruppen des Kraichgaus wiederspiegeln: von jung bis alt sowie aus den Bereichen Umwelt, Soziales, Kultur, Architektur, Wirtschaft und Kommunen. Die bisher ausgewählten Vorhaben sind hier gelistet.

Mit der Verteilung der letzten Gelder fällt zugleich der Startschuss einer Neubewerbung als LEADER-Region. Die Trägerkommunen und die Landkreise möchten das Förderprogramm im Kraichgau fortführen und rufen daher alle Interessierten auf, sich bei denen im nächsten Jahr startenden Konsultationen zu beteiligen, um wiederum eine gute und erfolgreiche Bewerbung in Stuttgart einreichen zu können. LEADER lebt von den Menschen in der Region, die gemeinsam bestimmen, welche Themen besonders wichtig sind und welche Ziele für die zukünftige Entwicklung angestrebt werden sollen.

Doch auch die Fördermittelvergabe geht weiter. Der Verein kann weiterhin nach einer ähnlichen Prozedur Gelder des Bundes für Kleinprojekte vergeben. Vorhaben, die maximal 20.000 € kosten und im Jahr 2020 umgesetzt werden sollen, können sich noch bis 15.12.2019 bewerben. Interessierte Projektträger größerer Projekte könnten noch eine letzte Förderchance im nächsten Jahr haben: mögliche Restgelder anderer LEADER-Regionen werden freigegeben. Die LEADER-Geschäftsstelle steht für Auskünfte zur Verfügung.

Am kommenden Montag trifft sich der Auswahlausschuss zum letzten Mal in bewährter Art und Weise. Die aktuelle LEADER-Förderperiode läuft nun bald aus. Da ab 2020 die Fördergelder über ein übergeordnetes Verfahren durch das Land selbst ausgegeben werden, ging am 28.10. der letzte gewohnte Förderaufruf zu Ende. Über die Förderbewerbungen, die eingegangen sind, entscheidet das Gremium am Montag, den 18.11.2019 im Gemminger Bürgersaal ab 17 Uhr. Die Sitzung ist öffentlich. Es sind 11 Bewerbungen eingegangen, die Gelder reichen nicht aus um alle zu bedienen. Die 31 Mitglieder des Gremiums aus Wirtschaft, Gesellschaft und Kommunen haben also zu entscheiden, welche der Ideen besonders wichtig sind. Wir freuen uns auf eine spannende Sitzung!

Bewerbungen für 2020 sind ab heute möglich! Das neue Förderprogramm Regionalbudget will kleinere Investitionen bis 20.000 € netto mit einem kräftigen Zuschuss von 80% der Kosten unterstützen. Im Fokus stehen tolle Ideen, die von Vereinen umgesetzt werden oder die Lebensqualität der Bewohner im Blick haben und der Allgemeinheit dienen. Die Fördergelder werden vom Bundesministerium für Landwirtschaft und dem Land Baden-Württemberg zur Stärkung des Ländlichen Raums unserem Verein zur Weitergabe bereit gestellt. Nun wurde die erste Runde der Fördergelder durch den Auswahlausschuss des Vereins bei seiner öffentlichen Sitzung in Meckesheim am 6.11.2019 vergeben. Im Jahr 2019 musste eine Besonderheit gemeistert werden: Weil der Landtag die Richtlinie erst noch verabschieden musste, wurde das Geld verspätet ausgelobt. Die Projekte müssen aber bis Ende des Jahres umgesetzt werden, es muss also nun schnell gehen mit der Umsetzung. Insgesamt wurden sieben Projekte ausgewählt, die zusammen über 80.000 € an Fördermitteln ausgezahlt bekommen.

Die Gemeinde Malsch hat zwei Projekte eingereicht, die beide zum Ziel haben den Platz neben der neuen Dorfscheune zu beleben. Es sollen acht Marktschirme angeschafft werden, deren Ankerhülsen in den Boden einbetoniert werden. Diese sollen als Schattenspender und Regenschutz dienen. Als weiteres Projekt möchte die Gemeinde Malsch mobile Markthütten aus Holz anschaffen und diese Vereinen und Unternehmen aus dem Ort für Festlichkeiten oder Märkte zur Verfügung stellen. Hauptsächlich sollen sie auf dem Platz bei der Dorfscheune aufgestellt werden, können aber z.B. auch in den Weinbergen platziert werden.

Der Bürgerbahnhof in Sulzfeld möchte in die Akustik in den beiden Sälen investieren und sogenannte Absorber anbringen, um gerade bei größeren Gesellschaften eine bessere Lautstärkeregulation hinzubekommen. Außerdem sollen an einigen Fenstern die historischen Klappläden wieder installiert werden.

Auf der Burg Ravensburg will die Eigentümergemeinschaft die Außenmauern sanieren, von Efeu befreien und in Stand setzen. Diese Arbeiten sind dringend nötig und sollen die Ravensburg als beliebtes Ausflugsziel auch in Zukunft attraktiv halten.

Der TV Flehingen zieht bald in die neue Schlossgartenhalle um und nimmt dies zum Anlass für neue Anschaffungen. Um das große Angebot an Übungsstunden für Eltern-Kind, Kinder, Jugend und Senioren sowie den Gesundheitssport weiter attraktiv zu halten, möchte der Verein in neue Sportgeräte investieren.

Der Lammplatz in Adelshofen wurde bereits mit einem Brunnen neu gestaltet. Nun soll das Element Wasser noch erlebbarer gemacht werden. Entlang des Platzes fließt der Nesselbach. Der Böschungsbereich soll daher durch Sitzstufen umgestaltet werden und der Ortsplatz dadurch für Besucher und Einheimische aufgewertet werden.

Die Gemeinde Angelbachtal begrüßt das ganze Jahr über zahlreiche Besucher im Schlosspark Eichtersheim. Vor kurzem wurden verschiedene Wanderwege neu ausgeschildert, die ebenfalls dort lang laufen. Um das Verweilen im Schlosspark und der Natur um Angelbachtal einfacher zu gestalten sollen zwei Waldsofas und neue Wanderbänke aufgestellt werden.

Für das Jahr 2020 werden insgesamt 200.000 € an Fördergeldern ausgeschrieben, um die sich ab heute beworben werden kann. Bewerbungsschluss ist der 15. Dezember 2019. Eingereicht werden können Ideen, die noch nicht begonnen wurden und im kommenden Jahr umgesetzt werden sollen. Unterstützt werden Investitionen, wie Bauprojekte oder Anschaffungen. Beispiele sind Maßnahmen zur Dorfgestaltung wie Wege, Freiflächen oder Plätzen, Anschaffungen für Vereinsaktivitäten, öffentliche Toiletten, Freizeiteinrichtungen für die Jugend, Lehrpfade, Investitionen in die Grundversorgung auf dem Land oder zur Vermarktung von regionalen Produkten, für Begegnungsstätten oder Mitfahrerbänke und so weiter. Die Besonderheit des Förderprogrammes ist seine Ausrichtung auf kleine Projekte, die die Gesamtkosten von 20.000 € netto nicht überschreiten. Von diesen Kosten können 80% über das Förderprogramm finanziert werden. Die Förderprojekte müssen den Ort und/oder den Kraichgau unterstützen und eine Verbesserung erzielen. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, Kirchen, Landwirte oder Kommunen. Anträge sind bei der Geschäftsstelle des Regionalentwicklung Kraichgau e.V. in Angelbachtal einzureichen. Bewerbungsunterlagen stehen hier (im rechten Kasten) bereit.

Am Mittwoch, den 6.11.2019 gibt es eine Premiere für den Auswahlausschuss des Vereins Regionalentwicklung Kraichgau. Nachdem in bislang neun Auswahlrunden für das Förderprogramm LEADER bereits über 30 Förderprojekte ausgewählt wurden, gibt es nun das neue Förderprogramm Regionalbudget in der Region. Auch bei diesem Programm für Kleinprojekte mit einem Volumen von bis zu 20.000 € muss das Gremium die eingereichten Bewerbungen sichten und entscheiden, welche Maßnahmen für unsere Region Priorität haben. So werden die Projekte identifiziert, die sich für eine Förderung qualifizieren. Insgesamt stehen 200.000 € zur Verteilung bereit. Die Sitzung ist öffentlich.

Die Bewerbungszeitraum war im Oktober. Auf die ausgewählten Projekte kommt dann ein straffer Zeitplan zu. Die Vorhaben müssen noch im Jahr 2019 umgesetzt werden. Weitere Förderrunden gibt es in den Jahren 2020 und 2021. Der Bewerbungsschluss für das Programmjahr 2020 ist am 15. Dezember 2019. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite www.kraichgau-gestalte-mit.de

Ort und Zeit der Auswahlsitzung: Mittwoch, 06.11.2019, 18 Uhr, Ratsaal Meckesheim

Die Grundschule in Malsch hat 120 Schulkinder mit Hort und Kernzeitkindern. Vor zwei Jahren wurde der Schulhof nach 40 Jahren erneuert. Leider hat das Geld bei der Sanierung nicht für eine Klettermöglichkeit ausgereicht, die sich die Kinder aber dringend gewünscht haben. Daher hat sich der Förderverein der Schule dem Wunsch der Kinder angenommen und Spenden eingeworben und sich um LEADER-Fördermittel beworben. Die neue Boulderwand sollte eine vorhandene, triste Betonwand spürbar aufwerten und zugleich nutzbar machen. Sie wurde entwickelt für Kinder zwischen 2 und ca. 12 Jahren. Der vorhandene Bewegungsdrang der Kinder soll mit der Klettermöglichkeit ausgeglichen werden. Neue Anreize zur Bewegung und vielleicht ein neues Hobby für alle Kinder, die ihre Zeit auf dem Schulhof verbringen, sollen angeregt werden.

Gestaltet wurde die Wand von einer Künstlerin. An der Wand lacht nun ein bunter Dschungel den Kindern entgegen und bietet auch Betrachtern ohne Kletterambitionen eine schöne Wandgestaltung. Es sind dort auch verschiedene Erkennungszeichen von Malsch versteckt. Begeben Sie sich auf die Suche nach Letzenbergkapelle, einem Segelflieger oder Weintrauben! Das Motiv wurde dem Kinder- und Jugendforum Malsch auch allen Grundschülern und Lehrern zur Abstimmung vorgelegt und hat überzeugt.

Am letzten schönen Sommertag im September wurde die Wand im Rahmen des Festes „Malsch bietet Heimat“ feierlich eröffnet. Nach kurzen Ansprachen vom Vorsitzenden des  Fördervereins der Grundschule Dirk Schuster und der Malscher Bürgermeisterin Sibylle Würfel wurde das Förderschild übergeben. Sibylle Würfel freute sich besonders in ihrer Funktion als Vorstandsmitglied des LEADER-Vereins nun auch in Malsch ein Förderprojekt einweihen zu können. Die Projektverantwortliche Silke Schuster stellte den Werdegang des Projektes vor. Nachdem das Vorhaben erst im Juli vom LEADER-Auswahlausschuss für die Förderung ausgewählt wurde, hat Frau Schuster die Umsetzung während der Sommerferien intensiv begleitet und in Rekordzeit umgesetzt. Somit konnte nach wenigen Wochen bereits die Einweihung gefeiert werden. Schülerinnen der Grundschule berichteten von einer Umfrage zur neuen Boulderwand unter ihren Schulkameraden. Das Ergebnis: Die Boulderwand ist spitze und gefällt allen. Die schwierigste Stelle ist zudem die beim Raubtier, konnten die Gäste erfahren. Dies galt es dann gleich auszuprobieren und nach dem Schnitt des Bandes wurde die Wand in Beschlag genommen.

Wir wünschen allen Kindern von Malsch und Umgebung viel Spaß mit der Kletterwand und freuen uns mit dem Förderverein, dass dank Spenden und Fördergeldern diese tolle Idee umgesetzt wurde.

  • BandschnittBandschnitt
  • BoulderwandBoulderwand
  • FoerderschildFoerderschild

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