PM202218 Bild 1Die Mühe hat sich gelohnt: Auch in der kommenden Förderperiode wird der ländliche Kraichgau weiterhin an der LEADER-Förderung teilnehmen dürfen. Seit 2014 ist die Region Teil der großen europäischen LEADER-Familie. Die lokale Aktionsgruppe (LAG) in Form des Verein Regionalentwicklung Kraichgau e.V. wurde als eine von 20 Regionen in Baden-Württemberg als Fördergebiet ausgewählt, vorbehaltlich der anstehenden Brüsseler Genehmigung des deutschen GAP Strategieplans, der den rechtlichen Rahmen stellt. Damit erhält die Region in der neuen Förderperiode von 2023-2027 ein EU-Budget von rund 2,3 Mio. Euro. Das Land Baden-Württemberg stockt die Mittel mit mindestens 625.000 Euro auf. Das Gesamtbudget von fast 3 Mio. Euro ist dafür bestimmt, Projekte in der Region zu finanzieren, die dazu beitragen, den ländlichen Raum als Wirtschafts-, Lebens- und Erholungsraum zu stärken. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf die Weiterentwicklung des sanften Tourismus, den nachhaltigen Umgang mit Natur und Klimaanpassung, die Stärkung von sozialen Angeboten in den Orten und die Unterstützung von smarten Zukunftsideen von regionalen Gründungen und Unternehmen gelegt werden.

Zuvor hatte der Verein von September 2021 bis Juli 2022 mit einer Bürgerbeteiligung die Ziele für die kommenden Jahre festgelegt und in einer 100-seitigen Entwicklungsstrategie beschrieben. Diese Strategie hat das Ministerium für Ländlichen Raum überzeugt und war die zum Erfolg führende Bewerbung für die nächste Förderperiode.

„Wir freuen uns sehr, unsere Erfolgsgeschichte weiterführen zu dürfen“, so die Vereinsvorsitzende, Sulzfelds Bürgermeisterin Sarina Pfründer. „Dass der Kraichgau es verdient hat, darin waren wir uns alle einig, aber wir mussten die vielen Ideen und das von uns identifizierte Entwicklungspotential auch aufs Papier bringen und so das Ministerium überzeugen“. Sarina Pfründer bedankt sich vor allem auch bei den lokalen Abgeordneten sowie ihren Kolleginnen und Kollegen in den Rathäusern und den Landkreisen: „Die Kommunen sind in Vorleistung für die Bewerbung gegangen und haben den Eigenanteil zur Erstellung des Konzeptes getragen. Nur durch diese Investition, werden wir nun auf die Fördergelder zugreifen können, die allen zugutekommen. LEADER steht damit auch für den tollen Zusammenhalt aller 22 Kommunen und der 4 beteiligten Landkreise, die unsere Gebietskulisse abdeckt. Die Region ist durch den aktiven Austausch im Rahmen von Leader stärker zusammengewachsen und die Grenzen zwischen den Kreisen und Kommunen wurden weiter abgebaut.“

Die Koordination des Vereins, der „Lokalen Aktionsgruppe“, die neben den Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Kommunen aus Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpartnern der Region besteht, wird auch weiterhin vom Regionalmanagement übernommen. Die bisherige Stelleninhaberin Dorothee Wagner übernahm im Juli die Leitung der Stabsstelle Wirtschaftsförderung im Rhein-Neckar-Kreis, so dass die Position neu ausgeschrieben wird. Sobald die offenen Stellen besetzt sind, wird es im neuen Jahr richtig losgehen. „Wir können auf viele Erfahrungswerte aus der zu Ende gehenden Förderperiode zurückgreifen und nun die Umsetzung der neuen überarbeiteten Ziele mit frischen Fördergeldern und Schwung angehen.“, so Pfründer weiter. „Ich bin zuversichtlich, dass in den nächsten fünf Jahren wieder viele tolle Ideen aus dem gesamten Fördergebiet eingereicht werden, die unseren Kraichgau als liebens- und lebenswerte Region unterstützen.“

Geringfügig ändern wird sich in der kommenden Förderperiode der Gebietszuschnitt. Es werden alle 17 Kommunen des bisherigen Zusammenschlusses wieder dabei sein. Über die Nachricht aus Stuttgart dürften sich auch die Bürgerinnen und Bürger aus Sternenfels und Freudenstein-Hohenklingen aus dem Enzkreis, die Brettener Stadtteile Büchig, Bauerbach und Neibsheim, die Teilorte Zeutern und Stettfeld der Gemeinde Ubstadt-Weiher aus dem Landkreis Karlsruhe sowie die Dielheimer Ortsteile Balzfeld, Horrenberg, Oberhof und Unterhof aus dem Rhein-Neckar-Kreis besonders freuen. Diese waren bislang noch nicht Teil der Förderkulisse, nun können auch hier Projekte umgesetzt werden.

In der vergangenen, verlängerten, Förderperiode von 2015 bis 2022 wurden im bisherigen Fördergebiet insgesamt 61 Vorhaben aus LEADER und nochmals 71 weitere Projekte aus dem Regionalbudget unterstützt. In diesen beiden Förderprogrammen wurden fast 5,5 Mio. € an Projektträger im Kraichgau weitergereicht.

Hintergrund: Was ist LEADER?

LEADER (frz. für Liaison entre actions de développement de l’économie rurale = Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) ist ein EU-kofinanziertes Strukturförderprogramm. Ziel ist es, die ländlichen Gemeinden gemeinsam mit den Bürgern vor Ort, im Rahmen innovativer Projekte als Wirtschafts-, Lebens- und Erholungsraum zu stärken. Das Förderprogramm besteht seit 1991 und wird aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) finanziert.

Bild v.l.n.r. MdL Georg Heitlinger, MdL Jan-Peter Röderer, Europabeauftragte Petra Wagner (Landkreis Heilbronn), BM Frank Werner (Vorstand LAG Kraichgau), ELB Knut Bühler (Landkreis Karlsruhe), Minister Peter Hauk, ELB Stefan Hildebrandt (Rhein-Neckar-Kreis), BM Sarina Pfründer (Vorsitzende LAG Kraichgau), Hans-Jürgen Moos (Vorstand LAG Kraichgau), Dorothee Wagner (Regionalmanagement LAG Kraichgau), Amtsleiterin Rose Jelitko (Enzkreis)


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