Das LEADER-Auswahlgremium hat gestern bei seiner Sitzung im Bürgerhaus Mühlhausen neue Gelder zur Förderung von Projekten im Kraichgau vergeben. Unter Beobachtung von zahlreichen Zuschauern wurden vier Vorhaben ausgewählt. Diese werden mit insgesamt ca. 485.000 € an Geldern unterstützt. Die Fördersumme errechnet sich aus den Kosten des Vorhabens. Für gemeinnützige Vorhaben werden 60% der Kosten durch die Fördermittel übernommen, gewerbliche Vorhaben können 40% der Investitionskosten geltend machen.


Das größte neue Förderprojekt ist ein interkommunales Vorhaben von neun Kraichgau-Kommunen. Angelbachtal, Kürnbach, Kraichtal, Oberderdingen, Östringen, Sinsheim, Sulzfeld, Zaisenhausen und Zuzenhausen investieren gemeinsam in die Wanderwegebeschilderung und weisen so 505 km an Wegen mit einem einheitlichen System aus. Damit wird die Infrastruktur für Wanderer erheblich verbessert und auch die Basis für eine gemeinsame Vermarktung der Wanderregion gelegt. Die Stadt Kraichtal hat die Federführung für die gemeinsame Abwicklung übernommen.


Ein weiteres kommunales Vorhaben wurde von den Kommunen Oberderdingen, Kürnbach, Sulzfeld und Zaisenhausen eingebracht. Gemeinsam mit dem Landschaftserhaltungsverband Karlsruhe soll dort eine Landwirtschaftliche Mitmach-Fahrraderlebnisstrecke geplant werden. Landwirtschaftliche Betriebe und weitere Akteure wie der NABU oder Kreisbauernverband engagieren sich ebenfalls in dem Vorhaben. An Mitmach-Stationen soll die Vielfalt und Bedeutung der hiesigen Landwirtschaft in den Fokus gestellt werden.


In Oberöwisheim wird ein gewerbliches Vorhaben unterstützt. Die Metzgerei Deckinger möchte die derzeit bestehende Versorgungslücke für die Grundversorgung füllen. Seit dem der Tante-Emma Laden im Ort aus Altersgründen schließen musste, gibt es kein Geschäft für Lebensmittel des täglichen Bedarfs in Oberöwisheim. Die bestehende Metzgerei soll umgebaut und das Sortiment erweitert werden. Das Familienunternehmen will dabei den Weg der kurzen Transporte konsequent weiter gehen und vor allem Produkte aus dem Umkreis anbieten. Neben den Fleisch- und Wurstwaren von Kraichgauer Tieren aus eigener Schlachtung werden ab 2019 dann auch lokale Nudeln, Obst, Gemüse und Molkereiprodukte verkauft.


In Oberderdingen-Flehingen wird der Verein „Offene Jugend Werkstatt Oberderdingen“ unterstützt. Der Verein organisiert Veranstaltungen und Werkstatttage für Kinder und Jugendliche. Angeleitet von Senioren und anderen Engagierten soll der jungen Generation das Interesse am Handwerk und die Möglichkeit des Ausprobierens gegeben werden. Derzeit ist ein Schulungsraum dringend notwendig, um auch die notwendige Theorie übermitteln zu können. Der Um- und Einbau des Schulungsraumes in die bestehende Werkstatt wird mit LEADER-Fördermitteln unterstützt.


Damit dürfen sich nun 18 Projekte in der Region „LEADER-Projekte“ nennen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des ländlichen Kraichgaus. Insgesamt hat der LEADER-Ausschuss damit über 1,6 Mio. an Geldern der EU und des Landes im Kraichgau für diese Ideen zur Verfügung gestellt. Ein weiteres Vorhaben konnte auf der Sitzung nicht als Förderprojekt ausgewählt werden, weil die ausgeschriebenen Gelder hierfür nicht mehr ausreichten. Die Gemeinde Meckesheim hat den Umbau des alten Rathauses eingebracht. Dieses Vorhaben wurde vom Gremium für wichtig und förderwürdig befunden, konnte sich im Wettbewerb der Projekte aber nicht gegen die anderen Bewerbungen durchsetzen. Dieses Vorhaben kann sich aber in der nächsten Ausschreibung wieder bewerben, für welche die Formalitäten in der Sitzung ebenfalls festgelegt wurden. Vom 03. April bis 08. Juni können Interessierte ihre umfangreichen Bewerbungsunterlagen bei der LEADER-Geschäftsstelle einreichen. Es werden diesmal 400.000 € an Fördergeldern der Europäischen Union ausgeschrieben um die sich beworben werden kann.


Wer Fragen zur LEADER-Förderung hat, kann sich jederzeit an die Geschäftsstelle von LEADER-Kraichgau in Angelbachtal wenden.

Seit 2015 unterstützen und begleiten wir den regionalen Entwicklungsprozess im Kraichgau. LEADER ist ein Förderinstrument der Europäischen Union zur Stärkung und Weiterentwicklung der ländlichen Räume. Neben der finanziellen Unterstützung von innovativen Projekten steht vor allem die Vernetzung der regionalen Akteure im Vordergrund.


Wir laden am Mittwoch, den 07. März 2018 von 18:00 bis 20:00 Uhr zum 1. Kraichgauer Vernetzungstreffen in das Ernährungszentrum Bruchsal (Am Viehmarkt 1, 76646 Bruchsal) ein.


Warum eine solche Veranstaltung? Durch ein zunehmendes Verantwortungsbewusstsein der Verbraucher gibt es ein steigendes Interesse für Qualitätsprodukte aus der Region. Im Kraichgau besteht ein großes, ungenutztes Potential für regionale Wertschöpfungspartnerschaften und –ketten. Mit dem Aufbau eines lockeren Netzwerkes, dass sich zukünftig regelmäßig trifft, soll der Austausch über die Grenzen der Landkreise hinweg mit Fokus auf den Kraichgau gestärkt werden. Daraus können und sollen neue Kooperationen oder Produkte entstehen.


Wer ist eingeladen? Das Treffen dient dem Austausch über die eigene Tätigkeit und Produktpalette, der Vernetzung mit weiteren Akteuren sowie der gemeinsamen Entwicklung von Ideen. Alle, die daran Interesse haben sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung richtet sich an Erzeuger und Landwirte, Vermarkter, Betreiber von Dorf- oder Hofläden oder sonstige interessierte Akteure aus dem Kraichgau.


Was ist geplant? Das gegenseitige Kennenlernen steht im Vordergrund. Um die eigenen Produkte den Teilnehmern näher zu bringen, bieten wir die Möglichkeit eines „Präsentationstisches“, auf dem Sie Ihre Waren ausstellen können. Sollten Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, kreuzen Sie dies bitte im beigefügten Anmeldeformular an, damit wir entsprechende Flächen bereitstellen können.
Bitte melden Sie sich bis zum 01. März 2018 an! Ein Antwortforumlar findet sich auf unserer Veranstaltungsseite.

Diese Frage stellten sich Ende Januar Interessierte in Eschelbronn bei einem Treffen der Arbeitsgruppe „Kulturlandschaft Kraichgau“. Gemeinsam wurde überlegt wie und ob eine Zertifizierung von Gästeführern aus der Region zu einer verbesserten Vermarktung und Qualitätskontrolle beitragen kann. Dabei brachten sich vor allem aktive Naturführer in die Diskussion ein und wägten gemeinsam Vor- und Nachteile ab. Man tauschte sich über verschiedene Beispiele der bereits praktizierten und am Markt etablieren Zertifizierungsbeispiele aus und überlegte, wie ein solches Programm auf den Kraichgau zugeschnitten sein müsste. Man war sich einig, dass Zertifizierungen für Gäste und Führer einen Nutzen haben. Wichtiger ist jedoch zunächst eine geeignete Marketingplattform wie einen Veranstaltungskalender für die Gesamtregion, um die bestehenden Angebote bekannter zu machen und so auch die Grundlage für eine eventuelle Schulungs- und Qualitätsoffensive zu haben. Hier werden nun weitere Gespräche stattfinden, wie dies gemeinsam mit den Akteuren im Kraichgau im Sinne der Gäste angegangen werden kann. Wir bedanken und bei allen für die wertvollen Beiträge in der Diskussion. Abgerundet wurde die Veranstaltung von einer interessanten und kurzweiligen Führung durch das Heimat- und Schreinermuseum Eschelbronn, dass jederzeit einen Besuch lohnt.

Es ist wieder soweit: Am Montag, den 19. Februar um 18 Uhr stellen sich weitere Projekte aus dem Kraichgau im Bürgersaal Mühlhausen (Schulstr. 6, 69242 Mühlhausen) dem Urteil des Auswahlausschusses und hoffen sich als LEADER-Förderprojekt zu qualifizieren. Die sechste Bewerbungsphase um die Fördergelder der Europäischen Union lief von Oktober bis Januar. Die Bewerbungen müssen unter anderem eine umfassende Projektbeschreibung, einen validen Kostenplan und den konkreten Nutzen des Vorhabens für die Region nachweisen. Die Förderhöhe berechnet sich auf Grundlage der Investitionskosten und basiert auf einem festen Fördersatz. Die bei der Geschäftsstelle des Vereins eingereichten Bewerbungen haben einen Mittelbedarf an Fördergeldern von über 800.000 Euro. Damit reicht die für den Aufruf freigegebene Tranche von 500.000 Euro nicht aus. Das Auswahlgremium muss auf der Sitzung entscheiden, welche Maßnahmen für unsere Region Priorität haben. Die Projektträger stellen ihre Vorhaben dem Gremium vor und warten gespannt auf das Ergebnis der Bewertungsskala. So werden die Projekte identifiziert, die sich für eine Förderung qualifizieren und einen offiziellen Förderantrag bei den Landesbehörden stellen dürfen. Die Bilanz bislang: 13 Projekte mit einem Investitionsvolumen von fast 3 Mio. Euro wurden bereits für die Unterstützung mit LEADER-Fördergeldern ausgewählt. Bis 2020 können weitere Projekte, die den Entwicklungszielen der Region und den spezifischen Förderbestimmungen entsprechen, umgesetzt und gefördert werden. Dafür stehen dem Verein Fördermittel von der Europäischen Union und dem Land Baden-Württemberg zur Verfügung. Interessierte sind herzlich zur Sitzung eingeladen.

Zusammen die Entwicklung des Kraichgaus vorantreiben: Unter diesem Motto fanden sich rund 45 engagierte Bürgerinnen und Bürger, Vertreter von Vereinen, Unternehmen, Verbänden und Kommunen am Montag, den 29. Januar zum LEADER-Regionalforum in Eppingen zusammen. Anlass des Regionalforums war die Halbzeit der aktuellen LEADER-Förderperiode, in der das Erreichte und die gesteckten Ziele auf den Prüfstand gestellt werden. Mit einer beispielhaften Darstellung der bisherigen Förderprojekte und einem Rückblick auf das Geleistete der letzten drei Jahre, wurde eine erste Bilanz gezogen. Gleichzeitig galt es, im Rahmen von Kleingruppen Impulse zu sammeln, welche thematischen Bereiche in den nächsten Jahren stärker beachtet werden sollen.


Motiviert und sachlich diskutierten die Teilnehmer in thematischen Arbeitsgruppen. Orientiert an den Handlungsfeldern, die sich vor vier Jahren als regionale Entwicklungsziele herauskristallisiert hatten, wurde gemeinsam das Erreichte beleuchtet und Fragen zur Nachjustierung diskutiert. Egal ob „Kulturlandschaft Kraichgau“, „Lebendige Kraichgauorte“, „Kreative Kraichgaujugend“ und „Streuobst“ – überall wurde ausgelotet in wie weit die aktuelle Wirklichkeit und die damals erarbeiteten Entwicklungswünsche konform gehen. Die Teilnehmer nutzen die Chance sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und ihre Ideen und Impulse in das Förderprogramm einzuspeisen. Genereller Tenor war die Feststellung, dass vieles richtig laufe, abgesehen von bürokratischen Hürden, auf welche die Region jedoch keinen Einfluss habe. Neue Ideen wurden jedoch auch geäußert: Ob der Wunsch nach einer stärkeren Fokussierung der Mobilität, neue Impulse bei der Integration von jugendlichen Migranten oder der verbesserten Koordinierung der Anstrengungen im Bereich Streuobst: es kamen zahlreiche Vorschläge, wie die Weichen für die künftige Entwicklung im Kraichgau gestellt werden sollten.


Einigkeit herrschte bei der Frage nach dem Nutzen von LEADER: Die Region profitiert von dem Förderprogramm und das nicht nur wegen der Gelder, die bislang in die Region geflossen sind. Der Vorstand des Vereins Regionalentwicklung Kraichgau nahm daher die Bitte aller Beteiligten mit, sich erneut dem zu erwartenden Auswahlverfahren des Ministerium zu stellen, um auch nach dem Jahr 2020 eine LEADER-Förderregion zu sein. Gemeinsam will man das Begonnene weiter führen und bekennt sich klar zu LEADER.

Weitere Bilder des Regionalforums folgen demnächst.

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