Wir gratulieren unserer Vereinsvorsitzenden Sarina Pfründer zum Wahlsieg in Sulzfeld und damit der Wiederwahl für das Bürgermeisteramt der Gemeinde. Der Verein Regionalentwicklung Kraichgau hat mit ihr an der Spitze eine tatkräftige Fürsprecherin für die Interessen und die Entwicklung der Region und trotz vollem Terminkalender unterstützt sie LEADER und den Verein jederzeit voller Elan und wichtigen Impulsen. Wir freuen uns auch weiterhin auf viele, durch sie gekonnt moderierte, Sitzungen und Veranstaltungen. Schön, dass wir Sarina Pfründer an unserer Seite haben, sagen die LEADER-Geschäftsstelle und der Vorstand.

Laut vorläufigem Endergebnis holte Sarina Pfründer bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag in Sulzfeld 88,2 Prozent der Stimmen und setze sich gegen drei Mitbewerber durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,98 Prozent. Sarina Pfründer, zuvor Hauptamtsleiterin in Brackenheim, hatte sich vor acht Jahren im ersten Wahlgang gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt. Nun wurde sie für weitere acht Jahre wiedergewählt. Seit 2015 ist Sarina Pfründer die Vereinsvorsitzende des damals neu gegründeten Vereins Regionalentwicklung Kraichgau.

 

 

Anfang Juni lud der Verein Regionalentwicklung Kraichgau alle interessierten Kulturakteure nach Eppingen in das Figurentheater ein, um über das Förderprogramm LEADER zu informieren und gleichzeitig auch zum Austausch über die Bedingungen und Aktivitäten im Kraichgau anzuregen. Über 25 Kulturschaffende, Kulturvereine und Vertreter von Kommunen kamen der Einladung nach.

Zunächst wurde über die Fördermöglichkeiten des Europäischen Förderprogrammes LEADER informiert. Seit 2015 können im Kraichgau kleinere und mittlere Vorhaben von Vereinen oder Kulturschaffenden wie z.B. Veranstaltungsreihen oder Bildungsangebote mit Fördermitteln unterstützt werden. So soll das Angebot im ländlichen Raum gestärkt und ausgebaut werden. Die Teilnehmer diskutierten intensiv über die Möglichkeiten und Herausforderungen von Kulturveranstaltungen im ländlichen Kraichgau. Man war sich einig, dass eine ausgeprägte Vernetzung und ein Austausch über die Grenzen der Landkreise wichtig und für die Zukunft unabdingbar sei. Eine verbesserte, gegenseitige Information über Veranstaltungen und Aktionen im gesamten Kraichgau war der wesentliche Wunsch vieler Teilnehmer. Als Ergebnis des Abends wird nun eine feste Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich regelmäßig trifft, einen Austausch startet sowie auch erste Ideen zur Verbesserung der Kultursituation im Kraichgau ausarbeitet. Interessierte, die intensiv an diesem Anliegen mitarbeiten wollen, werden gebeten sich bei der LEADER-Geschäftsstelle zu melden. Zudem werden verschiedene Vernetzungsmaßnahmen durch die LEADER-Geschäftsstelle ergriffen, um die Akteure in ihrem Bestreben zu unterstützen.

Teilnehmer finden die Unterlagen des Termins im internen Bereich. Bitte melden Sie sich in der rechten Leiste mit dem mitgeteilten Benutzernamen und Passwort an und wählen Sie dann in der oberen Leiste den internen Bereich > Dokumente > Arbeitsgruppen aus. Das Treffen ist dem Handlungsfeld "Lebendige Kraichgauorte" zugeordnet.

„Die Landesregierung hat jetzt weitere 20 Millionen Euro EU-Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) für das Regionalentwicklungsprogramm LEADER freigegeben. Das Regionalentwicklungsprogramm LEADER steht für mehr Verantwortung der Regionen. Unser Ziel ist es, diesen Ansatz zu stärken“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Montag, den 4. Juni in Stuttgart anlässlich der Übergabe der Mittelzusagen an die 18 LEADER-Regionen aus dem Land. Damit verfüge jede LEADER-Region im Land bis zum Jahr 2020 jeweils über weitere Beträge von rund 950.000 Euro bis zu rund 1,2 Million Euro an EU-Mitteln. „LEADER ist das bedeutendste Regionalentwicklungsprogramm im Land. Die Idee, die Bevölkerung, lokale Vereine, Kommunen und Institutionen in einem gesteckten Rahmen eigenverantwortlich über die Verwendung von Fördermitteln entscheiden zu lassen, macht die Förderlandschaft im Land vielfältiger. Neben EU, Bund und Land gibt es so eine vierte Förderebene, die einen eigenen Blick auf regionale Entwicklungsbedürfnisse hat“, erklärte Minister Hauk. Bereits zu Beginn der Förderperiode LEADER 2014 - 2020 seien insgesamt rund 27 Millionen Euro an EU-Fördermitteln gleichmäßig auf die 18 ausgewählten LEADER-Regionen verteilt worden. Diese Gelder wurden seit 2015 für aus lokaler Sicht bedeutende Projekte eingesetzt. In LEADER liegt es an den jeweiligen LEADER-Aktionsgruppen (LAG) zu entscheiden, wofür die Fördermittel bereitgestellt werden. Dabei agieren die Entscheidungsgremien in den Aktionsgruppen nach von der EU und dem Land festgelegten Verfahrensbestimmungen und -regeln, die einen objektiven und transparenten Auswahlprozess bei der Förderung sicherstellen. „Die Aktionsgruppen können den Auswahlprozess gestalten und gewährleisten gleichzeitig durch einen objektiven Auswahlprozess, dass die Mittel sachgerecht eingesetzt werden“, betonte Hauk. Die Mittelverteilung im Rahmen der 2. Tranche orientiere sich am bisherigen Umsetzungsstand. „Ganz nach der LEADER-Philosophie haben wir am Runden Tisch gemeinsam mit Vertretern der LAGen ein Verfahren zur Mittelverteilung entwickelt, das sich am bisherigen Umsetzungsprozess in den einzelnen Regionen orientiert. Das bedeutet, dass aktive Gruppen mit gutem Projektumsetzungsstand etwas mehr Geld erhalten, als Gruppen, die bei ihren Umsetzungen noch nicht ganz so weit sind. Gleichwohl ist die Verteilung relativ gleichmäßig“, erklärte der Minister. Insgesamt hätten alle LAGen im Land ihren Regionalentwicklungsprozess sehr engagiert gestaltet. „Alle haben gute Arbeit geleistet. Es gibt nur Gewinner“, betonte Hauk.

Zu Beginn der Förderperiode gab das Ministerium für Ländlichen Raum in Stuttgart 1,5 Mio. € zur Verteilung im Kraichgau frei. Diese Gelder wurden in den vergangenen Jahren in sechs Projektaufrufen an 17 Vorhaben aus der Region wie der Marktscheune Meckse, dem Streu- und Wildobsthof in Sulzfeld, den GeoPfaden in Östringen und Odenheim oder der Wanderwegebeschilderung im Kraichgau weitergereicht und sind fast aufgebraucht. Die LEADER-Aktionsgruppe Kraichgau, vertreten durch die Kraichgauer Delegation bestehend aus der Vereinsvorsitzenden Sulzfelds Bürgermeisterin Sarina Pfründer, dem Landrat des Landkreises Karlsruhe Dr. Christoph Schnaudigel, dem ersten Landesbeamten des Rhein-Neckar Kreises Joachim Bauer sowie der Leiterin der LEADER-Geschäftsstelle in Angelbachtal Dorothee Wagner, konnte aus den Händen von Landwirtschaftsminister Peter Hauk einen Bescheid über weitere 1,13 Mio. € an Mitteln entgegennehmen. Diese Gelder werden in den kommenden zwei Jahren an neue Vorhaben aus dem Aktionsgebiet verteilt. Das Land hält weiterhin eine sogenannte Leistungsreserve der EU von 3 Mio. € zurück, die ausbezahlt wird, wenn eine bestimmte Anzahl an Projekten ordnungsgemäß umgesetzt und abgerechnet wurde. Nun liegt es also an den Projektträgern in der Region, ihre für die Förderung ausgewählten Vorhaben zügig umzusetzen und abzurechnen.

Zur Entbürokratisierung und weiteren Verbesserung der LEADER-Arbeit fordert der Minister bei der Fördermittelübergabe eine Wende in der EU-Förderpolitik. „Die EU-Regularien für die LEADER-Förderung haben längst ein Ausmaß erreicht, das kaum mehr vermittelbar ist. Die Förderstruktur der Ländlichen Entwicklung ist in einem Maß überreguliert und kompliziert, dass Strategie und Ziele der Förderung unter dem Druck der Bürokratie ins Hintertreffen geraten können“, betonte Minister Hauk. Eine Abkehr von einer Kultur der Kontrolle hin zu einer Kultur des Vertrauens sei dringend angezeigt. Dies sei für die Zukunft der EU-Förderung und darüber hinaus für die gesamte Europäische Union von entscheidender Bedeutung. Dafür mache sich das Land in Brüssel stark. „Immer, wenn die Europäische Union die Ausgestaltung wesentlicher Detailfragen auf die Länder delegiert hat, war das positiv für die Menschen vor Ort. Vielfach ist dies mit einem Zeitgewinn oder einem Abbau unnötiger Bürokratie verbunden. Entscheidungen müssen dort getroffen werden, wo Informationen aus erster Hand vorliegen“, erklärte der Minister.

 

Mit offenen Fragen und Erfahrungen aus der Praxis reisten Mitte Mai rund 50 Regionalmanager von LEADER-Aktionsgruppen aus Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen nach Brüssel. Zentraler Inhalt der Delegationsreise war ein Workshop mit Vertretern der EU- und Landesebene im Ausschuss der Regionen. Die Vorstellung des Status quo mit Erfolgen und Herausforderungen der Aktionsgruppen nach Bundesländern verdeutlichte die grundsätzlichen Unterschiede, die bei der Anwendung von LEADER durch Regelungen nach Länderrecht entstanden sind. Das Herausarbeiten von Stärken und Schwächen, sowie die Erarbeitung von Lösungsansätzen zur Vereinfachung des LEADER-Prozesses standen im Mittelpunkt des Austausches. Peter Kaltenegger (Leiter des Referats „Deutschland und Österreich“, Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, GD AGRI) stellte sich für einen Austausch mit den Aktionsgruppen zur Verfügung und zeigte die Einschätzungen der Europäischen Kommission zum Thema LEADER auf.

Die Kernfrage der Regionalmanagements, die das Bindeglied zwischen Antragstellern und EU-Förderprogramm in der Praxis sind, lautete „wo liegt die Ursache für die hohen, bürokratischen Hürden, die das Antragsverfahren mit sich bringt?“.

Nach dem Workshop steht fest, die EU ist daran interessiert, Vereinfachungen wie die Anerkennung eines Referenzpreissystems anstatt der Einholung von drei Vergleichsangeboten, die Zulässigkeit von Abschlagszahlungen bei privaten Projektträgern oder die Zulässigkeit von Kleinprojekten mit vereinfachtem Verfahren durchzuführen. Der maßgebliche Grund für die hohen bürokratischen Vorgaben der Länder, die Gefahr der Anlastung (Hochrechnen von einzelnen Verfahrensfehlern auf ein Vielfaches an Strafzahlungen), möchte die Kommission in Zukunft abschaffen. So dann wäre es Aufgabe der Länder für Vereinfachungen des Prozesses zu sorgen und das Förderprogramm anwenderfreundlicher zu machen.

Als weitere zentrale Fragestellung der Interessensvertretungsreise stand die Zukunft von LEADER nach Ende der aktuellen Förderperiode 2020 im Mittelpunkt. Die Beratungen über die Mittel der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sind derzeit in vollem Gange und noch nicht abschließend festgelegt. Sicher ist jedoch bereits jetzt, LEADER wird nach 2020 weiter bestehen bleiben. Nach dem erst kürzlich beschlossenen mehrjährigen Finanzrahmen, muss jedoch mit einer Mittelkürzung gerechnet werden. Mehr Verantwortung sollen die Mitgliedsstaaten durch einen oder mehrere „Strategiepläne für die Gemeinsame Agrarpolitik“ erhalten. „Die Verhandlungen sind noch in vollem Gange“, so Kaltenegger.
Weitere Fachgespräche mit Referenten, wie Charlotte Schulte-Hoffmann (Ständige Vertretung des Bundesrepublik Deutschland), Eugen Köhler (Deutscher Bauernverband), Norbert Lins und Dr. Ingeborg Gräßle (MdEP), Christof Kienel (Fachkommission für natürliche Ressourcen im Ausschuss der Regionen) sowie Michael Schmitz (Stv. Leiter des Europabüros des Deutschen Landkreistags) und Marlène Siméon (Rat der Gemeinden) haben Aufschluss über die gegenwärtige Situation des ELER im Finanzhaushalt der EU gegeben.

Dank der Organisation der dreitägigen Delegationsreise durch die LEADER-Aktionsgruppe Hohenlohe-Tauber in Zusammenarbeit mit der Bürogemeinschaft der Europabüros der bayrischen, baden-württembergischen und sächsischen Kommunen ist ein aufschlussreicher Austausch im Zeichen von „Theorie trifft Praxis“ erfolgt. Durchweg sind aussagekräftige Fachgespräche entstanden, die von gegenseitigem Interesse an der Stärkung des Ländlichen Raums durch LEADER geprägt waren.

Am Pfingstsonntag öffnete ein weiteres LEADER-Fördervorhaben im Kraichgau seine Pforten. In der ehemaligen Bahnhofsgaststätte in Gochsheim betreibt Stephanie Haller ab sofort mit ihrem kleinen Unternehmen Augenschmaus & Gaumenfreuden die neue Eventlocation "Berthold 57" direkt an der Bahnlinie S32 Karlsruhe- Menzingen gelegen. Mit viel Liebe zum Detail und viel Geschmack restaurierte sie das baufällige, denkmalgeschützte Anwesen. Entstanden ist ein Veranstaltungsort, der durch seinen tollen Mix aus Alt und Neu besticht und den Raum bietet, um unvergessliche Feste und Events auszurichten. Das Untergeschoss des Haupthauses wurde zu einem Saal mit Bar ausgebaut, eine Küche und weitere Räume zur individuellen Nutzung finden sich hier ebenfalls. In den beiden Obergeschossen wurden sieben individuell gestaltete Gästezimmer mit Bädern und Aufenthaltsräume eingerichtet.  Im Anbau hat eine Vinothek Platz gefunden, in einem Nebengebäude eine Galerie. Die Scheune kann im Sommer als großer Veranstaltungsraum genutzt werden und ist entsprechend ausgestattet. Der Innenhof lädt zum Verweilen ein. Das gesamte Anwesen kann ab sofort für Veranstaltungen aller Art gemietet werden. Am Tag der offenen Tür nutzen viele Interessierte aus Nah und Fern die Gelegenheit um den Umbau zu bestaunen und auch erste Festlichkeiten zu planen. Die Partner von Frau Haller, von Floristik über Kulinarik und Eventfotografie, stellten aus und informierten. Die LEADER-Geschäftsstelle war mit einem kleinen Infostand vertreten. Der stellvertretende Vorsitzende von LEADER-Kraichgau, Hans-Jürgen Moos, übergab Frau Haller die offizielle Förderplakette, die das Projekt als vorbildliches Vorhaben zur Umsetzung der regionalen Entwicklungsziele ausweist. Das Vorhaben wird gefördert aus Mitteln der EU und über das Land Baden-Württemberg im Rahmen der Richtlinie "Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum". Die Förderquote beträgt 40% der Nettoinvestitionskosten. Die LEADER-Aktionsgruppe Kraichgau freut sich mit Frau Haller über die Eröffnung und dankt zugleich für den Beitrag zur Entwicklung des ländlichen Kraichgaus, der diesem alten Gebäude wieder neues Leben eingehaucht hat.  

 

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