Regionalbudget

für kleine Investitionen in der Region

bis 03. Januar 2022 bewerben!

Weitere Infos

Die wahrscheinlich letzte Tranche an Fördergeldern wurde von Seiten der EU bereitgestellt. Diese Gelder können durch den Verein Regionalentwicklung Kraichgau e.V. an Fördervorhaben weitergereicht werden. Es stehen 330.000 EUR bereit. Gefördert werden Investitionsvorhaben, die die Region oder den Ort stärken. Konkret:

Gewerbliche Vorhaben von Unternehmen, Privatpersonen oder Kommunen: Investitionen für touristische Angebote, Stärkung von Kleinunternehmen und Ideen zur gewerblichen Nutzung von alten Gebäuden. Investitionen von Existenzgründungen mit der Schaffung von Arbeitsplätzen, Verbesserung der Absatzmärkte für regionale Produkte und Stärkung der Grund- und Nahversorgung in ländlichen Gebieten sowie Gaststätten. Der Fördersatz beträgt 40% der Netto-Investitionskosten, max. 200.000 EUR.

Gemeinnützige Vorhaben von Kommunen oder Vereinen: Dorfgestaltung und Stärkung des Dorflebens durch Gemeinschaftseinrichtungen oder Vorhaben zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts in den Orten. Investitionen zur Unterstützung des Ehrenamtes sowie von öffentlich zugänglichen kostenlosen Freizeitangeboten. Der Fördersatz beträgt 60% der Netto-Investitionskosten, max. 300.000 EUR.

Bewerbungsstichtag ist der 18.10.2021. Die Auswahl der Förderprojekte ist für Mitte November vorgesehen. Dann werden alle Bewerbungen anhand eines einheitlichen Bewertungskataloges beurteilt und die Förderprojekte ausgewählt. Die Bewertungskriterien sowie das Projektauswahlverfahren können im Downloadbereich eingesehen werden. Dort und auf den Unterseiten finden Interessierte auch die Bewerbungsformulare und weitere Informationen zum Förderprogramm.

Grundvoraussetzung für eine Förderung ist eine hinreichende Projektreife. Die ausgewählten Vorhaben müssen ab Januar 2022 umgesetzt werden können, d.h. spätestens dann sollen Genehmigungen (z.B. Baugenehmigung) und abschließende Kostenkalkulation (nachzuweisen über Angebote) vorliegen. Dies ist wahrscheinlich die letzte Bewerbungsrunde. Interessierte sollen sich daher frühzeitig melden, um zu schauen ob die Fristen und Rahmenbedingungen passen.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung sowohl elektronisch als auch auf dem Postweg bei der LEADER-Geschäftsstelle (Schlossstr. 1, 74918 Angelbachtal und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) ein.

Mitte Juli wurde das Gelände des „Fit-Parks“ in Zuzenhausen offiziell eingeweiht. Dafür waren einige Ehrengäste in die kleine Gemeinde gekommen: Landrat Stefan Dallinger und die drei Landtagsabgeordneten, Albrecht Schütte (CDU), Hermann Katzenstein (Grüne) und Jan-Peter Röderer (SPD). Auch die Vorsitzende des Vereins "Regionalentwicklung Kraichgau" und Bürgermeisterin von Sulzfeld, Sarina Pfründer, schaute dabei. Nicht fehlen durfte Zuzenhausens Ehrenbürger und Alt-Bürgermeister Dieter Steinbrenner.

Die Idee kam von den beiden Sportvereinen, dem SV und dem FC Zuzenhausen. Deren Vorstände waren auf den Bürgermeister zugekommen, da die 100-Meter-Tartanbahn und das Kugelstoßrund beim Sportgelände schon seit Längerem kaputt war. Gemeinsam machte man sich an die Planungen. Eingereicht wurde das Vorhaben als „Mehrgenerationenanlage“ und war vor zwei Jahren vom LEADER-Auswahlgremium als Förderprojekt ausgewählt worden. Ein Namenswettbewerb hat mittlerweile den „Fit-Park“ hervorgebracht, der nun in Graffiti über dem Gelände prangt. Eine integrierte Calisthenics Anlage mit Bein- und Oberkörpertrainer für Sportbegeisterte, Kletterfelsen, Slackline, Trampolin oder ein Bolzplatz-Käfig mit Basketball-Spielcourt für die Kids oder ein Sandspielplatz für die Kleinsten sind nur einige der Attribute des neuen Geländes in Zuzenhausen. Diese abwechslungsreiche Mischung hat ihren Preis: Das Vorhaben war auch für Zuzenhausen eine gewaltige Investition und ohne die 171.300 € an Zuschuss aus dem LEADER-Förderprogramm nicht möglich gewesen, wie Bürgermeister Hagen Zuber betonte. Er freute sich in seiner kurzen Rede, über den besonderen Tag für Zuzenhausen – weil man nach so langer Zeit mal wieder eine kleine Veranstaltung im Ort hatte und der Anlass zugleich auch vor allem die Kinder im Blick habe, die nun lange unter den Maßnahmen des letzten Jahres zu leiden hatten.

Der Fit-Park ist schon etwas länger fertiggestellt. Man sehe schon jetzt, dass die Anlage viele Anhänger hat. Zeitweise konnten bis zu 40 Kinder auf der weitläufigen Areal gezählt werden, die an den unterschiedlichen Stationen spielen. Für die Gemeinde der beste Beweis, dass sich die Anstrengungen in der Planung aber auch Abrechnung der Fördergelder bezahlt gemacht haben. Und für die LEADER-Vorsitzende ist es eine ganz besondere Freude, wenn die Gelder gut angelegt sind. Sarina Pfründer betonte, dass die EU mit solchen Vorhaben greifbar werde und jeder Bürger sehen kann, dass die Gelder vor Ort Allen zugutekommen. Gerade die ländlichen Kommunen im Kraichgau brauchen Treffpunkte, damit die Orte lebendig bleiben. Landrat Dallinger unterstützte dies und hob hervor, dass die "Leader"-Idee im Kraichgau zündet.

In seiner Mitgliederversammlung in Sulzfeld (15.07.2021 mit Online-Teilnahmemöglichkeit) hat der Verein Regionalentwicklung Kraichgau kürzlich seinen Vorstand und zudem neue und bekannte Mitglieder für sein Auswahlgremium bestätigt. Der Verein bildet die lokale Aktionsgruppe (LAG) im Rahmen des LEADER-Programms der Europäischen Union. Mit LEADER unterstützt die EU die ländlichen Gebiete und gibt Hilfe zur Selbsthilfe. Sie stellt den lokalen Aktionsgruppen Fördermittel zur Verfügung, die wiederum an Projekte in der Region weitergereicht werden.

Vorsitzende ist weiterhin Sulzfelds Bürgermeisterin Sarina Pfründer. Unterstützt wird sie durch die stellvertretenden Vorsitzenden Frank Werner (Bürgermeister Angelbachtal), Hans-Jürgen Moos (Dipl. Betriebswirt) sowie die Beisitzer Sibylle Würfel (Bürgermeisterin Malsch), Hans-Jürgen Langguth (Steuerberater), Alexander Becker (Journalist) und Anke Schellenberger (Initiativkreis Energie Kraichgau e.V.).

Das Auswahlgremium besteht aus 31 gewählten Repräsentanten aus der Region, die die Bevölkerung und Interessensgruppen des Kraichgaus wiederspiegeln: von jung bis alt sowie aus den Bereichen Umwelt, Landwirtschaft, Soziales, Kultur und Tourismus, Architektur, Wirtschaft und Kommunen. Die gewählten Mitglieder des Auswahlgremiums gestalten in den kommenden Jahren den LEADER-Prozess mit und entscheiden über die Förderwürdigkeit von Projekten.

Auf der Mitgliederversammlung konnten sich alle Vereinsmitglieder über den LEADER-Prozess im Kraichgau informieren. Der Bericht aus der Geschäftsstelle zeigte eindrucksvoll, welche Arbeit der Verein und die vielen Engagierten in den letzten Jahren geleistet haben. Die Liste der bislang 54 geförderten Vorhaben füllte mehrere Seiten und jedes dieser Vorhaben leistet einen Beitrag zur Gestaltung des Ortes, des Dorflebens, der Nahversorgung oder zur Gestaltung der Freizeit. Einige der Vorhaben von privaten Antragstellern wurden in einem zweistündigen Spaziergang durch Sulzfeld besucht und das Gespräch mit den Projektträgern gesucht. Die bisher ausgewählten Vorhaben sind auf der Internetseite www.kraichgau-gestalte-mit.de gelistet.

Zudem gab es auf der Sitzung einen Ausblick für die kommenden Jahre: Im besten Fall soll es mit der LEADER-Region Kraichgau in der nächsten Förderperiode ab 2023 weitergehen. Bis aber über die neue Förderperiode entschieden ist, gibt es nochmals mindestens einen Förderaufruf zur Auswahl von Vorhaben.

Anfang Juli konnte mit einem Gottesdienst ein lang gehegter Wunsch der evangelischen Kirchengemeinde Odenheim in Erfüllung gehen: 13 Jahre lang wurde geplant, umgedacht, verworfen und wiederbelebt. Am Ende steht ein imposantes Bauwerk als Glockenturm neben der Evangelischen Dankeskirche in der Odenheimer Michaelstraße. Hervorstechendes Merkmal ist die Tatsache, dass dieser Turm seine Glocken nicht wie gewohnt oben hat, sondern gut sichtbar etwa in Kopfhöhe mit verglastem Raum. Durch die moderne Architektur ist gewährleistet, dass der Schall der Glocken wie bei anderen Kirchtürmen überall hörbar ist. Dabei hat man sich von einem ähnlichen Turm in Sinzheim/Baden-Baden inspirieren lassen. Der neue Turm wurde mit einer dritten Glocke ausgestattet. Die neue Glocke trägt die Inschrift HOFFEN – nachdem die bestehenden zwei Glocken GLAUBEN und LIEBEN als Prägung haben. Damit ist der Dreiklang nun komplett.

Der neue Glockenturm wurde mit ca. 63.000 EUR aus dem LEADER-Förderprogramm unterstützt. Anerkannt wurde dabei vor allem, dass der Glockenturm sich von üblichen Gestaltungen abhebt und als Ausflugspunkt mit Wohlfühlplatz entfalten kann. Der „Kirchturm der Sinne“ schafft durch seinen neuartigen Charakter Neugierde und weckt Interesse. Der Kirchenvorplatz wird noch mitgestaltet und soll sich zu einem Ort der Begegnung entwickeln, auf dem Jung und Alt die Glocken in Aktion betrachten können.

LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, das den ländlichen Raum unterstützt. Mit den Geldern werden unter anderem Vorhaben zur Ortsbildgestaltung oder zur Unterstützung des Dorflebens, wie Kultur oder historisches Erbe unterstützt. Die Förderauswahl treffen 33 gewählte Personen der Region, die die Bewerbungen um die Fördergelder sichten und bewerten. Die nächste Bewerbungsphase um die Fördergelder startet voraussichtlich im Herbst. Interessierte können sich an die LEADER-Geschäftsstelle in Angelbachtal wenden oder sich unter https://www.kraichgau-gestalte-mit.de informieren.

Ende Juni ging der neue Lebensmittel-Automat in Zaisenhausen in Betrieb. Er wird vom örtlichen Landwirtspaar Bianca und Traugott Edel aufgestellt und führt rund um die Uhr Produkte vom eigenen Hof sowie weitere Lebensmittel für den täglichen Einkauf. In Zaisenhausen gibt es keinen Lebensmittelmarkt. Im Ortskern vor dem Rathaus steht seit einiger Zeit ein Automat mit Wurst und Fleisch eines Betriebes aus dem Brettener Ortsteil Neibsheim sowie ein weiterer mit Gemminger Bauernhof-Eis. Einwohner und Besucher der kleinen Gemeinde nehmen dieses Angebot gut an, ersparen sie sich doch die Fahrt mit dem Auto. Nun hat die Familie Edel das Angebot erweitert und zwei weitere Automaten aufgestellt. Sie bieten dort mit Kartoffeln oder Gurken Produkte vom eigenen Betrieb an und weitere des täglichen Bedarfs wie Eier, Mehl einer lokalen Mühle, Milchprodukte, Käse aus dem Kraichgau und regionale Getränke. Weitere Produkte sollen dazu kommen. Die Auswahl an regionalen Produkten ist groß und wird sich je nach Saison auch ändern.

Die Automaten ergänzen das Grundversorgungsangebot vor Ort und fördern den Verkauf von regional erzeugten Lebensmitteln. Die Landwirte erhalten mit den Automaten neue Absatzwege, um ihre Produkte aus den Ställen und den Feldern des Kraichgaus direkt an den Endverbraucher zu bringen. Zudem wird damit vor allem weniger mobilen Menschen geholfen, die nun fußläufig Grundnahrungsmittel erwerben können. Gern unterstützt die Familie auch ältere Bewohner beim ersten Einkauf und hilft, sich mit dem Gerät vertraut zu machen. Bürgermeisterin Cathrin Wöhrle freut sich über das neue Angebot: „Als Bürgermeisterin einer kleinen Gemeinde mit wenig Angeboten zur Nahversorgung – wir haben nur noch einen sehr guten Bäcker, der ein erweitertes Sortiment zur Grundversorgung anbietet – freue ich mich sehr über das Angebot der Familie Edel. Es ergänzt das Lebensmittelangebot der vorhandenen Regiomaten und bietet so den Einwohnerinnen und Einwohnern, aber auch denen der umliegenden Dörfer, ein gutes, wertiges und regionales Angebot zur Grundversorgung an 7 Wochentagen. Ein kreativer Lösungsansatz für dieses schwierige Thema im ländlichen Raum.“ Der Automat in Zaisenhausen ist natürlich nicht der einzige im Kraichgau, es gibt bereits in vielen Orten die Möglichkeit des Einkaufs in Hofläden und Selbstbedienungs-Automaten.

Die Investition in den Automaten wurde mit Fördergeldern des „Regionalbudgets“ unterstützt. Das Regionalbudget ist ein Förderprogramm für kleine Projekte im ländlichen Raum bis 20.000 Euro, die den Dörfern und kleinen Gemeinden dienen – sei es im Bereich der Nahversorgung, der Freizeitangebote oder des Sozialen. Für das Jahr 2021 ist das Auswahlverfahren bereits abgeschlossen. Für das kommende Jahr können wahrscheinlich ab Herbst wieder Förderbewerbungen eingereicht werden. Weitere Informationen unter https://www.kraichgau-gestalte-mit.de/regionalbudget/.

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Dorothee Wagner
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Schlossstraße 1
74918 Angelbachtal
Tel: 07265 / 9120-21
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