Regionalbudget

für kleine Investitionen in der Region

bis 03. Januar 2022 bewerben!

Weitere Infos

Gestern trafen sich der Auswahlausschuss und anschließend alle Vereinsmitglieder. Um Kontakte zu vermeiden fanden die Treffen virtuell, also ohne direkten Kontakt, statt. Einige Mitglieder verfolgten das Geschehen vor Ort, andere schalteten sich per Video oder dem Telefon zu. Die Vereinsvorsitzende Sarina Pfründer führte durch die virtuelle Sitzung. Selbstverständlich wurden auch Entscheidungen getroffen. So wurde ein weiteres Förderprojekte ausgewählt und der Wirtschaftsplan des Vereins 2021 verabschiedet.

Nachdem im Juni bereits spannende Projekte zur Förderung ausgewählt wurden, kann sich auch in diesem Monat ein weiteres Vorhaben für die LEADER-Förderung qualifizieren. In Rettigheim will die Gemeinde Mühlhausen einen Bouleplatz bauen. Der Platz wird in Kooperation mit dem Partnerschaftsverein Mühlhausen/St. Etienne de Montluc e.V. gepflegt. Mit dem Platz soll den Liebhabern möglichst genau platzierter Kugeln die Möglichkeit zur Rast und zum Verweilen geboten werden. Außerdem soll die Partnerschaft zur französischen Partnergemeinde weiter gefestigt und bereichert werden. Das Spielfeld soll mit einem Zaun umrandet werden. Mauerblöcke und eine Sitzgruppe sorgen für Sitzmöglichkeiten. Zusätzlich erfolgt eine Bepflanzung der Anlage mit Bäumen als Schattenspender. Wenn das Vorhaben die zentrale Auswahl des Landes übersteht, erhält die Gemeinde Mühlhausen einen Zuschuss in Höhe von 60% der Kosten für die Anlage der Bahn mit Bepflanzungen und Sitzgelegenheiten. Die Förderung kommt aus dem EU-Fördertopf LEADER zur Unterstützung des ländlichen Raums.

LEADER-Fördermittel sind weiter verfügbar. Von jetzt an werden Projekte im "laufenden Verfahren" zur Förderung ausgewählt. Das bedeutet, umsetzungsreife (also komplett fertig geplante) Projekte können bis auf weiteres permanent bei der Geschäftsstelle eingereicht werden. Die nächsten Stichtage sind der 07. August und der 07. September. Damit sich diese für eine Förderung qualifizieren, wird jedes Vorhaben einer Bewertung durch ein 31-köpfiges Gremium unterzogen. Bewertet werden unter anderem welche sozialen und ökologischen Auswirkungen das Vorhaben hat, welche nachhaltigen Zwecke es verfolgt und wie viele Menschen von dem Vorhaben profitieren. Die Vorhaben werden dann an das Land gemeldet. Weitere Informationen über die Fördermöglichkeiten unter https://www.kraichgau-gestalte-mit.de/foerderung/projektaufruf und natürlich bei der LEADER-Geschäftsstelle in Angelbachtal.

Erstmals seit Bestehen der Streuobst-Arbeitsgruppe trafen sich die Interessierten virtuell in einer Videokonferenz. Hauptthema war die Vermarktung der Apfelsaftschorle krio, die Dank des Förderprogramms Regionalbudget neue Kästen und Flaschen zur Abfüllung kaufen konnte und damit nun wieder im Handel erhältlich ist. Zudem kamen Ideen für „Baumpatenschaften“ im Kraichgau auf, die nun weiter verfolgt werden sollen. Außerdem wurde die Gründung einer Projektgruppe beschlossen, die sich mit der Ausarbeitung eines Streuobst-Radweges im Kraichgau beschäftigen will. Wer sich auch mit Ideen und Tatkraft einbringen will, um das Thema Streuobst vernetzend anzugehen und gemeinsame Förderprojekte auszuarbeiten kann sich jederzeit bei der Geschäftsstelle LEADER Kraichgau melden, um zukünftig vorab über Treffen der Arbeits- und Projektgruppen informiert zu werden.

 

Die Geschäftsführerin der LAG Kraichgau überreicht das Förderschild.

Der Verein Waldangelloch Aktiv e. V. ist aus einer Bürgerinitiative im Rahmen der Quartiersentwicklung 2020 entstanden und wurde im Oktober 2019 gegründet. „Quartier 2020 – Gemeinsam. Gestalten.“ ist eine Unterstützung und Begleitung zur Entwicklung von Orten durch das Land. Die Ehrenamtlichen, die sich durch diese Initiative gefunden haben, möchten helfen, dass sich Menschen in Waldangelloch über ihre Interessen zusammenfinden. Deshalb war ein Raum in der Mitte des Orts wichtig. Ein Dorftreff, den sie dem Ort zur Verfügung stellen. Dort soll gemeinsam gekocht, gespielt, Kaffee getrunken, genäht, gelesen oder sich einfach nur ausgetauscht werden. Als Raum wurde das Erdgeschoss der Schule ausgewählt. Dieser ist barrierefrei und von allen erreichbar. In der Verwaltungsstelle hat sich der Verein zudem ein Büro eingerichtet um die ganzen Aktivitäten zu planen. Die Einrichtung dieses Dorftreffes und eines Koordinationsbüros wurden über das Regionalbudget 2020 gefördert. Die Küche, Stühle, Sofa und Sessel, das Geschirr und die technischen Geräte wurden im Laufe des ersten Halbjahres angeschafft. Leider kann der Raum wegen der Abstandsbegrenzungen noch nicht vollumfänglich genutzt werden, aber er wird auch schon jetzt rege von einzelnen Gruppen in Beschlag genommen. In der nächsten Woche findet beispielsweise ein Nähkurs statt. Die Fördergelder in Höhe von 15.100 € wurden bereits ausgezahlt. Das Förderschild weist nun auf die Unterstützung aus dem Regionalbudget hin. Der Vereinsvorsitzende Stefan Müller nahm es aus den Händen der Geschäftsführerin der Leader-Aktionsgruppe Kraichgau entgegen.

  • ArbeitsplatzArbeitsplatz
  • KocheckeKochecke
  • SitzeckeSitzecke

Vorhaben in Östringen, Kraichtal und Sulzfeld erhalten Unterstützung durch LEADER. Für die Jahre 2015 bis 2020 wurde der Kraichgau als LEADER-Förderregion ausgewählt. Diese Zeit neigt sich nun dem Ende, die Fördergelder sind fast alle verteilt. Anfang Mai machte das Ministerium für Ländlichen Raum Kassensturz und gab die Restmittel an die Regionen weiter. Bis Anfang Juni konnten Bewerbungen eingereicht werden, nun ist die Förderauswahl gefallen. Die Förderauswahl konnte aufgrund der Kontaktbeschränkungen diesmal nicht auf einer Präsenzsitzung gefällt werden. Als Ersatzverfahren traf sich der 7-köpfige Vereinsvorstand mit viel Abstand Mitte Juni in Malsch und nahm eine Vorbewertung der Vorhaben vor. Bewertet werden unter anderem welche sozialen und ökologischen Auswirkungen das Vorhaben hat, welche nachhaltigen Zwecke es verfolgt und wie viele Menschen von dem Vorhaben profitieren. Diese umfangreiche Vorbewertung wurde den 31 Mitgliedern des Auswahlgremiums zugesendet, die vom heimischen Schreibtisch aus eine eigene Einschätzung vornahmen. Allen drei Bewerbungen wurde am Ende ein regionales Interesse bescheinigt, so dass diese nun die Gelder bei den Landesstellen beantragen dürfen. Insgesamt erhalten die drei Projektträger Fördergelder in Höhe von fast 300.000 EUR. Die ausgewählten Vorhaben sind:

In Östringen entsteht in der Leo-Fall-Straße ein Mehrgenerationenplatz. Der dortige Spielplatz wird umgebaut. Das Planungskonzept sieht einen multifunktional nutzbaren zentralen Bereich als Kommunikationszentrum vor. Er ist mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet, an denen sich alle Altersgruppen treffen können. An dieses Zentrum schließen sich Aktivbereiche für Jung bis Alt an. In die Gestaltung flossen Ideen aus der Kinder- und Jugendbeteiligung ein.

In Sulzfeld erhält der Bürgerbahnhof die lang gewünschten Nachbildungen der historischen Fensterläden. Der alte Bahnhof, der von einer Bürgergenossenschaft mit viel ehrenamtlichen Engagement aufwendig saniert wurde und nun für Veranstaltungen und als Büro- und Behandlungsräume genutzt wird, bekommt einen Sonnenschutz. Das denkmalgeschützte Gebäude war in der Vergangenheit an allen Fenstern mit historischen Klappläden ausgestattet. Diese sind nicht mehr erhalten und müssen nun aus Holz nachgebildet werden.

In Kraichtal wird ein Komposthof erweitert und kundenfreundlicher modernisiert. Die Verkaufshallen für Humusdüngers, Komposterde, Rasenerde, Blumenerde und Substrate werden mit neuen Außen- und Innenwänden ausgestattet und die Verkaufsfläche erweitert. Eine neue Absackanlage soll Kundenwünsche noch besser erfüllen und ein Parkplatz die Anfahrt erleichtern. Das Unternehmen trägt mit seiner Produktpalette zu einem regionalen Kreislauf sowie dem Klima- und Ressourcenschutz bei. Das Kompostwerk, erzeugt aus heimischen Grünschnitt, schafft wertvollen Dünger der dafür sorgt, dass die Bodenfruchtbarkeit auf klimafreundliche Art nachhaltig erhalten bleibt.

Mit dem Aufruf konnten nicht alle Fördergelder verteilt werden. Daher werden die weiteren Mittel nun wieder freigegeben und werden zentral durch das Land verteilt. Weitere Bewerbungen für das Förderprogramm LEADER nimmt die LEADER-Geschäftsstelle jeweils zum 07. eines jeden Monats an. Eingereicht werden müssen das Bewerbungsformular (anzufordern bei der LEADER-Geschäftsstelle), Planungsunterlagen, Genehmigungen, eine genaue Kostenkalkulation und drei Angebote je auszuführender Leistung. Eingereicht werden können investive Vorhaben (z.B. Bauvorhaben), die eine Stärkung der Lebens- oder Arbeitsverhältnisse oder des Tourismus im Kraichgau im Fokus haben. Wichtig: Es dürfen noch keine Aufträge erteilt worden sein! Sollte das Vorhaben ausgewählt werden, übernimmt das LEADER-Förderprogramm bei kommunalen Vorhaben 60% und bei privaten Vorhaben 40% der Nettokosten.

Eigentlich sollte in diesem Sommer die Arbeit der vergangenen Jahre unter die Lupe genommen werden und die weitere Ausrichtung der LEADER-Region gemeinsam mit allen Vereinsmitgliedern und interessierten Ideengebern besprochen werden. Aufgrund der Versammlungsbeschränkungen kann dies derzeit nicht im geplanten Umfang stattfinden. Daher haben wir zur Einholung eines ersten Meinungsbildes eine Onlineumfrage geschaltet. Die Ergebnisse werden dann gemeinsam diskutiert und so Stück für Stück die passgenaue Entwicklung unserer Region erarbeitet. Wir freuen uns über alle, die uns auf diesem Weg begleiten. Die Umfrage ist zwar primär für die Vereinsmitglieder bestimmt aber alle, die die LEADER Aktionsgruppe in irgendeiner Weise begleitet haben oder verbunden sind, sind ebenfalls herzlich eingeladen ihre Meinung zu äußern. Die Umfrage ist hier zu erreichen.

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Tel: 07265 / 9120-21
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