Regionalbudget

für kleine Investitionen in der Region

bis 03. Januar 2022 bewerben!

Weitere Infos

Aktuell hatte der LEADER-Verein und die Geschäftsstelle Besuch von Kraichgau-Landtagsabgeordneten. LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, aber auch im Stuttgarter Parlament wird über LEADER entschieden.

Wie die meisten EU-Förderprogramme gewährt das EU-Budget bei LEADER keine Vollfinanzierung der Fördersumme, sondern verlangt den Einsatz weiterer Finanzierungsquellen außerhalb der EU-Institutionen. Der Teil, der aus anderen Finanzierungsquellen stammt, wird Kofinanzierung genannt. Diese Kofinanzierung übernimmt das Land Baden-Württemberg mit Hilfe bestehender Förderprogramme wie z.B. dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum. Dieses Geld aus dem Landeshaushalt ist damit eine Voraussetzung, dass die Förderung ermöglicht wird und die EU-Gelder verwendet werden dürfen. Der Projektträger, der das Projekt umsetzt, muss zudem immer einen Eigenanteil leisten, der meist den größten Anteil der Finanzierung ausmacht. Die Fördergelder können aber eine gute Finanzierungsunterstützung sein.

Daher nutzte der LEADER-Verein die Chance den Abgeordneten MdL Georg Heitlinger, MdL Dr. Christian Jung, MdL Hermino Katzenstein, MdL Norbert Knopf, MdL Erwin Köhler, MdL Ansgar Mayr, MdL Dr. Michael Preusch, MdL Andrea Schwarz, MdL Stefanie Seemann und MdL Christiane Staab (alphabetische Sortierung) vor Ort die Verwendung der Fördergelder zu zeigen und den teils neu gewählten Landtagsmitgliedern die Förderkulisse und Arbeit von LEADER Kraichgau vorzustellen. Die LEADER-Vorsitzende Sarina Pfründer nutzte die Gelegenheit der Besuche und bedankte sich für die Unterstützung des Landes in den letzten Jahren: „Eine LEADER-Region zu sein ist keine Selbstverständlichkeit. Im Kraichgau haben viele Engagierte aus allen Bereichen gezeigt, dass Sie gemeinsam die Region gestalten wollen und wir eine würdige LEADER-Region sind. Diesen Weg möchten wir fortsetzen und daher stellen wir uns gern dem kommenden Wettbewerb der Neuauswahl“.

Die Abgeordneten zeigten sich vom Rückblick auf die vergangenen Jahre beeindruckt. Sie sicherten zu, sich für eine erneute Auswahl des Kraichgaus als Förderkulisse stark machen. Der Kraichgau mit seiner gemeinsamen Geschichte und Kultur wird als prädestiniert für eine LEADER-Kulisse angesehen. 

Einige Abgeordnete wurden zu Projektbesichtigungen begleitet. Die Projektträger stellten ihre Betriebe und Vorhaben vor und kamen in Austausch mit ihren Wahlkreisabgeordneten. Dabei erlebten die Landtagsmitglieder hautnah welchen Effekt die Fördergelder vor Ort haben und wie dankbar die Empfänger über die Unterstützung sind. Dass die Gelder gut angelegt sind, wurde in vielen Beispielen und Erzählungen deutlich. Aber auch Verbesserungsvorschläge kamen zur Sprache: Der bürokratische Aufwand der Antragstellung und Abrechnung wurde immer wieder aufgebracht. Ebenso wurde oft die durch die Corona-Pandemie entstandenen Herausforderungen angesprochen. Für alle Beteiligten war es sicherlich ein guter und fruchtbarer Austausch.

Weitere Besuche und Besichtigungen folgen in den nächsten Wochen.

Zusatzinformationen zu den besichtigten Projekten:

Der Grüne Baum in Sinsheim-Rohrbach: Der Grüne Baum ist ein bekanntes und beliebtes Hotel und Restaurant in Rohrbach. Einheimische und Gäste schätzen die Gastfreundschaft der Familie Barth und die Küche mit guten Zutaten aus der Region. Das Hotel tätigte weitere Investitionen und bietet nun auch ein Familienzimmer mit Verbindungstür und Balkon an. Ein Angebot dass junge Familien anspricht. Zudem wurde der Frühstücksraum verlegt und barrierefrei gestaltet. Diese Investitionen stärken den Tourismus im Kraichgau und das Übernachtungsangebot in familiärer Atmosphäre für verschiedene Besuchergruppen. Weiterhin wird auch der historische Kern des traditionsreichen Hauses erhalten und gepflegt.

Berthold 57 in Kraichtal-Gochsheim: In der Berthold-Bott-Str. 57 in Kraichtal-Gochsheim war die einstige Bahnhofswirtschaft untergebracht. Lange Zeit war Ruhe in die einst belebte Gaststätte mit Herberge, Metzgerei und Viehzucht eingekehrt. Das Gebäude stand kurz vor dem Abriss, mittlerweile ist es denkmalgeschützt. Die Projektträgerin Stefanie Haller von Augenschmaus & Gaumenfreuden erwarb das Gebäude und hat es zu einer Eventlocation mit Ferienwohnungen, Ort für private-, geschäftliche und gesellschaftliche Anlässe und Wirkungsstätte für allerhand regionale Netzwerker ausgebaut. Mit dem Vorhaben wird das Gebäude wieder seiner ursprünglichen Bestimmung als Mittelpunkt für Feiern und freudige Stunden zugeführt und die gewerbliche Selbstständigkeit der Antragstellerin gestärkt. Es wurden neue Arbeitsplätze geschaffen und die Wertschöpfung der Region unterstützt.

Calisthenics-Anlagen: Fitness an der frischen Luft: Die LEADER-Förderung hat das für viele Bürger möglich gemacht. Calisthenics-Anlagen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, um mit dem eigenen Körpergewicht Muskeltraining zu betreiben. Die modernisierte Neuauflage der Trimm-Dich Pfade gehört in den USA seit Jahrzehnten zum Ortsbild. Im Gegensatz zu den eher abgelegenen Trimm-Dich Pfaden befinden sich die Anlagen immer im Ortskern und muten eher wie ein Spielplatz aus Metall an. Bei einem Jugendforum in Eppingen Anfang 2017 wünschten sich Jugendliche solche Anlagen. Die Rathäuser in Angelbachtal, Eppingen, Ittlingen, Sulzfeld und Zaisenhausen nahmen die Idee auf und arbeiteten lokale Lösungen aus.  

  • Bild_2MdL Hermino Katzenstein informiert sich im Hotel Restaurant der Grüne Baum in Rohrbach
  • Bild_3MdL Ansgar Mayr besuchte den Eventhof von Stefanie Haller in Gochsheim
  • Bild_4MdL Erwin Koehler und Stadträtin Melanie Veith schauten sich die Calisthencs Anlage in Elsenz unter Begleitung von Sarina Pfruender an
  • Bild_5MdL Georg Heitlinger informierte sich in Angelbachtal bei der Regionalmanagerin über Foerderprojekte

Wie sieht der ländliche Kraichgau im Jahr 2035 aus? Diese Frage stellten sich 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Tomorrow Camp des Vereins Regionalentwicklung Kraichgau e.V. am vergangenen Mittwoch und Donnerstag (15./16.09.2021) im HubWerk01 in Bruchsal. Die Teilnehmenden kamen aus den 22 LEADER-Kraichgau-Gemeinden und repräsentierten Verwaltung, Wirtschaft, Kreativbranche, Soziales, Umwelt und Ehrenämter aus der Region. Jung und Alt aus dem Einzugsgebiet zwischen Sternenfels (Enzkreis) im Süden und Meckesheim (Rhein-Neckar-Kreis) im Norden, Ubstadt-Weiher (Landkreis Karlsruhe) im Westen und Gemmingen (Landkreis Heilbronn) im Osten fanden sich zusammen, um gemeinsam am Entwicklungskonzept für die LEADER-Region zu arbeiten. Da das EU-Programm zur Förderung des ländlichen Raumes nach 7 Jahren ausläuft, muss das Konzept auf seine Schwächen und Stärken überprüft und weitergeführt werden, um erneut vom Ministerium für ländlichen Raum als LEADER-Förderregion ausgewählt zu werden.

Wie leben wir in Zukunft zusammen und wie sehen unsere Orte aus? Wie bewegen wir uns zukünftig fort? Wie sieht unsere Natur vor Ort aus? Wie beeinflusst uns Technologie und wie arbeiten wir in Zukunft im Kraichgau? Gemeinsam wurden Visionen und Wünsche als Antworten auf diese Fragen formuliert. Dabei kommt eine besondere Strategie zum Tragen, die das vom Hubwerk01 und dem efeu Campus Bruchsal entwickelte Tomorrow Camp ausmacht. Mithilfe von Innovationsmethoden und mit Impulsen von Technologieexperten entwarfen die Teilnehmenden eine Vision für "ihren" Kraichgau im Jahr 2035. Ausgehend von diesem Zielbild entwickelten sie dann Ziele und Maßnahmen, die hierfür bereits in den nächsten Jahren in Angriff genommen werden müssen.

„Begeben Sie sich mit uns auf eine Innovationsreise und lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf,“ forderte die LEADER-Kraichgau Vorsitzende Sarina Pfründer die Anwesenden auf. Die neugierigen Mitmachenden tauchten in das kreative Umfeld des HubWerks01 ein und bauten zunächst aus vielen kleinen Legosteinen Zukunftsmodelle. Der Fokus auf diese Visionen wurde in der Folge in verschiedenen Schritten geweitet und zugleich grenzten die aus ganz unterschiedlichen Altersgruppen bestehenden Teams die konkreten Maßnahmen ein. Verschiedene Experten und Coaches standen den Teilnehmenden zur Seite. Zwischenschritte wurden dem Ehrengast des erstens Abends, Landrat des Enzkreises Bastian Rosenau, präsentiert. Seine Kollegen aus Karlsruhe und Rhein-Neckar-Kreis, Dr. Christoph Schnaudigel und Stefan Dallinger, richteten sich mit Videobotschaften an die Teilnehmenden. Am Ende standen konkrete Ideen, wie die Region gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft bewältigen kann und welche Weichen bereits jetzt gestellt werden müssen. Diese Ideen wurden einer kleinen Abordnung der Friday for future- Gruppe aus Eppingen vorgestellt, die ihrerseits Anmerkungen machte. Die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse wurden in einem vor Ort gezeichneten Zukunftsbild festgehalten und sollen als Ansporn und Erinnerung zugleich dienen.

Das Zukunftsbild und die Ergebnisse werden im regionalen Entwicklungskonzept im kommenden Jahr veröffentlicht. Bis dahin gibt es noch einige Gelegenheiten, sich in die Ausarbeitung der regionalen Entwicklungsziele einbringen. Weitere Beteiligungsformate folgen und Interessierte können sich bei der Geschäftsstelle von LEADER Kraichgau oder über die Internetseite informieren.

 

  • TC_LEADER_Kraichgau_2Angeregte Diskussionen bestimmten die zwei Tage
  • TC_LEADER_Kraichgau_3Sarina Pfruender und Stefan Huber fuehrten durch den Workshop
  • TC_LEADER_Kraichgau_4Kreative Arbeit stand im Mittelpunkt

Über den Sommer wurden fleißig Regionalbudget-Projekte fertiggestellt, die sich für die Förderung im Jahr 2021 beworben hatten und vom Entscheidungsgremium ausgewählt wurden. Das „Regionalbudget“ ist ein Förderprogramm des Bundes und Landes, um Kleinstprojekte der touristischen Infrastruktur, der Nahversorgung und des dörflichen Lebens im ländlichen Raum finanziell zu unterstützen. Verwaltet wird das Förderprogramm vom Regionalentwicklung Kraichgau e.V.. Das Bewerbungsfenster für das Jahr 2022 wird wahrscheinlich im Oktober geöffnet und bis Anfang Januar laufen.

Auf der Burg Steinsberg im Sinsheimer Ortsteil Weiler können die Besucher die Geschichte der Burg anhand einer neuen Beschilderung mit aktualisierten Informationen nacherleben. Neueste Forschungsergebnisse zur Baugeschichte flossen dafür ein, um die wechselvollen Ereignisse rund um den eindrucksvollen achteckigen Turm lebendig werden zu lassen. Stationen der Tafeln sind etwa der Neidkopf an der inneren Zwingermauer, die Pulverturmreste am äußeren Zwinger sowie der markante Turm aus staufischen Buckelquadern.

In Adelshofen können ab dem 9. September Fleisch- und Wurstwaren aus einem Warenautomaten an der Durchgangsstraße Richtung Hilsbach bezogen werden. Ein Junglandwirt vermarktet damit die Erzeugnisse seiner Tiere direkt vor Ort. An der Hofstelle wurden bisher schon Bauernhofeis, Kartoffeln und Freilandeier verkauft. Nun erweitert sich das Sortiment um Vesper-Würste, Dosenwurst und Grillgut. Dieses Angebot wird je nach Jahreszeit angepasst werden.

In Mühlhausen und Angelbachtal wurden entlang der Radwege fünf Radservice-Stationen installiert. Sie befinden sich beim Wasser-Erlebnisspielplatz in Mühlhausen, im Ortsteil Rettigheim beim Gemeindezentrum St. Nikolaus und in Tairnbach beim Feuerwehrgerätehaus. In Angelbachtal stehen die Stationen am Heckerplatz in Eichtersheim und in Michelfeld. Die Stationen sind so ausgestattet, dass Radfahrer selbst kleinere Pannen direkt vor Ort beheben können. Dazu gibt es eine Fahrradhalterung, das notwendige Werkzeug und eine integrierte Luftpumpe mit Manometeranzeige.

In diesen Wochen erhalten alle Sinsheimer Stadtteile jeweils ein Waldsofa. Die neue Ruhebank in Rohrbach wurde in exponierter Lage neben dem Wasserhochbehälter „Hälde“ aufgestellt. Von hier bietet sich ein herrlicher Blick über den Kraichgau und auf den Steinsberg. „Ein idealer Ort zum Erholen und Ausruhen“, freut sich Ortsvorsteher Friedhelm Zoller. Im Stadtteil Eschelbach hat man sich nach der Lieferung des Sofas besonders beeilt und sofort am nächsten Tag die Montage vorgenommen, so dass das neue Waldsofa im Gewann „Geißhaag“ von den Bürgen zünftig eingeweiht werden konnte.

Am 15. und 16. September findet unser Intensiv-Workshop statt, bei dem wir gemeinsam Zukunftsthemen genauer betrachten, die Herausforderungen für den Kraichgau ausarbeiten und daraus Visionen für unsere Region entwickeln. Es gibt nur noch wenige Restplätze für den Workshop! (Hinweis: Die Teilnahme an beiden Tagen ist wichtig, da die einzelnen Sessions des Workshops aufeinander aufbauen) Interessierte, die teilnehmen wollen melden sich mit Name, Wohnort (bzw. welche Verbindung zum Kraichgau besteht), Alter und ggf. Angabe zum bisherigen ehrenamtlichen Engagement bei uns in der LEADER-Geschäftsstelle (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Wir freuen uns auf spannende zwei Tage!

Wer den Sinsheimer Stadtteil Eschelbach und die umliegenden Ortschaften bequem von oben betrachten möchte, hat ab sofort einen weiteren exponierten Platz zur Auswahl. Am „Geißhaag“ wurde dieser Tage ein Waldsofa aufgestellt. „Zunächst einmal möchte ich mich bei der Stadt Sinsheim bedanken“, betonte Ortsvorsteher Wolfgang Maier am Samstagnachmittag während der Übergabe an die Bevölkerung im kleinen Kreis. Weiterhin überbrachte er Grüße des Oberbürgermeister Jörg Albrecht, der aufgrund anderer Verpflichtungen nicht persönlich anwesend sein konnte. Nach entsprechender Beantragung seitens der Kommune wurde die Maßnahme finanziell unterstützt durch das "Regionalbudget" der LEADER-Aktionsgruppe Kraichgau mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ des Bundes sowie des Landes Baden-Württemberg und der LEADER-Aktionsgruppe. Konkret wird mit dem Förderprojekt "Waldsofas für die Sinsheimer Stadtteile" jeder der zwölf Sinsheimer Stadtteile ein Waldsofa erhalten, wobei das erste davon nun in Eschelbach montiert wurde. Geliefert wurde es am Freitag, aufgebaut am Samstag: „Wir sind frühzeitig an die Sache herangegangen und haben Fundamente vorbereitet. Deshalb konnten wir einen Tag später auf der Bank sitzen“, erklärte Maier sichtlich erfreut. Ihm zufolge wird, wie bei den bereits bestehenden Sitzgelegenheiten in Eschelbach, in unmittelbarer Reichweite kein Mülleimer montiert, da beispielsweise weggeworfene Essensreste Insekten und sonstiges Ungeziefer anlocken könnten. Maier bat darum, all dies nach der Nutzung des für drei bis fünf Personen geeigneten Waldsofas wieder mit nach Hause zu nehmen. Abschließend wurde mit frisch gezapftem Jubiläumsbier auf die neue Sitzgelegenheit angestoßen. Wir wünschen den Eschelbachern und Eschelbacherinnen und Gästen viel Freude mit dem neuen Waldsofa!

 

 

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